«Genug von Telefonaten»

SVP-Präsident Ruedi Zbinden hält von der Telefonaktion der SP gar nichts. Die Leute hätten genug von Telefonaten von Krankenkassen und Versicherungen, sagt er auf Anfrage. Speziell für dieses Jahr habe die SVP nichts Neues geplant.

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SVP-Präsident Ruedi Zbinden hält von der Telefonaktion der SP gar nichts. Die Leute hätten genug von Telefonaten von Krankenkassen und Versicherungen, sagt er auf Anfrage. Speziell für dieses Jahr habe die SVP nichts Neues geplant. Seit Jahren sei die SVP aber mit ihren Veranstaltungen «SVP bi de Lüt» direkt bei den Leuten und spüre den Puls. «Wir reden mit den Leuten auf Augenhöhe.»

Dass sich die SP die Anzurufenden auswähle, hält Zbinden für «eine aufwendige Geschichte». Bei den SVP-Veranstaltungen treffe man keine «handverlesene Auswahl», sondern wolle die ganze Bevölkerung erreichen. Selbstverständlich würden an SVP-Veranstaltungen natürlich hauptsächlich Sympathisanten kommen, gibt Zbinden zu. Gelegenheit, um Andersdenkende auf die eigene Seite zu ziehen, ergebe sich höchstens an Podien, aber auch da sei der Erfolg nicht sonderlich gross.

Bei der CVP Thurgau kann Wahlkampfleiter Roland Kuttruff noch keine Angaben zu allfälligen Kampagnenschwerpunkten machen. Eine nächste Sitzung dazu findet erst am kommenden Mittwoch statt. Ob auch die CVP eine Telefonkampagne starten werde, glaubt Kuttruff eher nicht, aber das sei seine persönliche Meinung.

Die FDP setzt laut Präsident Walter Schönholzer auf das persönliche Gespräch; Telefonate würden zu sehr nach Krankenkasse tönen. Manchmal wünscht er sich mehr Stolz von seinen Parteimitgliedern. Darauf müsse man an Stammtisch und im Verein hinweisen, dass FDP-Mitglieder wichtige Arbeit leisteten, beispielsweise als Schul-, Spitex- oder Kitapräsidenten oder in der Kirchenvorsteherschaft. Schönholzer findet es grundsätzlich ein Problem, dass zu viele Leute parteilos sind. Sich in einer Partei zu engagieren, sei wie Vereinsarbeit. Und das müsse attraktiv bleiben. (che)