Genug von den lachenden Gesichtern

Die Wahlplakate der Grossratskandidaten verschwinden nach diesem Abstimmungswochenende aus dem Stadtbild und von den Wiesen. Was denken Frauenfelder Passanten über diese Art Werbung?

Text und Bilder: Laura Willi
Drucken
Teilen
Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

«Die Masse an Plakaten ist enorm. Manchmal hat es an den Strassenseiten eine ganze Reihe mit dem gleichen Gesicht mehrmals hintereinander. Für mich besteht ganz klar eine Übersättigung. Man müsste die Anzahl aufgehängter Plakate pro Person reduzieren.»

«Für mich gehört es zum Wahlkampf, dass Plakate aufgehängt werden. Sie bieten eine wichtige Plattform für Kandidaten, welche keine andere Möglichkeiten haben, für sich zu werben. Die Plakate können eine Entscheidungshilfe für Personen sein, die sich nicht so intensiv mit Politik beschäftigen. Für mich sind eher die Wahllisten ein Problem, weil sie viel zu lang sind.»

«Ich bin froh, kommen die Plakate bald weg. Sie sehen unschön aus und sind auch nicht besonders originell mit den immer gleichen Gesichtern, die einen anstrahlen. Für junge Personen können die Plakate aber durchaus als Entscheidungshilfe dienen. Ich gehe immer abstimmen und wählen, weil es für mich ein Privileg ist und es mich interessiert.»

«Die Wahlplakate stören mich nicht gross. Die viele Werbung gehört dazu, man muss sich ja irgendwie bekanntmachen und präsentieren. Durch die Plakate kann man entschieden, ob einem ein Kandidat sympathisch ist oder nicht. Ich gehe allerdings nicht wählen, weil es mich zu wenig interessiert. Was die im Parlament beschliessen, kommt meist sowieso vors Volk, dann kann ich darüber abstimmen.»

«Ich bin glücklich, dass die Plakate von den immer selben Leuten verschwinden. Ich weiss nicht, ob sie zu einem Wahlentscheid verhelfen, und wenn doch, ist es für mich der völlig falsche Ansatz, weil man so die Kandidaten nur auf das Visuelle reduziert. Abstimmen gehört für mich zu den Bürgerpflichten. Wenn man schon das Recht bekommt, mitzuentscheiden, soll dieses auch genutzt werden.»

«Es waren erst grad kürzlich Nationalratswahlen, und schon da war alles voll mit Wahlplakaten. Diese Art Werbung ist unnötig, ein Wahlprospekt würde auch reichen. Dieser geht sowieso mehr auf inhaltliche Themen ein. Gewisse Personen entscheiden sich sicher bewusst, einen Kandidaten nicht zu wählen, von dem massenweise Plakate aufgehängt sind. Deshalb sind sie eher kontraproduktiv.»

Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

Bild: Ralf Frei, 25 Jahre Student, Frauenfeld

Aktuelle Nachrichten