Gemüselager nicht übervoll

In der vergangenen Gemüsesaison präsentierten sich die Preise für die Produzenten tief, aber stabil.

Mario Tosato
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Referentin Moana Werschler. (Bild: Mario Tosato)

Referentin Moana Werschler. (Bild: Mario Tosato)

SULGEN. Die Gemüseproduzenten waren nach dem kalten Winter 2011/2012 über den trocken-warmen Frühling erfreut. So bilanzierte Hans Ott, Präsident der Gemüseproduzentenvereinigung der Kantone Thurgau und Schaffhausen, an der Jahresversammlung. Auch die vollen Gemüselager hätten sich schliesslich unerwartet gut geleert. Einziger Wermutstropfen seien die tiefen Preise gewesen. Dafür seien die Preise dank Ausfällen und tiefen Erträgen stabil gewesen. «Auch nun sind die Winterlager nicht übervoll und lassen gute Verkaufspreise erwarten.» Das vergangene Jahr habe gezeigt, dass der Verzicht auf spekulativen Mehranbau und die etwas tieferen Erträge dafür besorgt seien, dass der Markt funktioniere, stellte Ott fest.

Neue Köpfe, frischer Wind

Die vielen personellen Veränderungen im Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP), der Fachstelle für Gemüse- und Beerenbau am Bildungs- und Beratungszentrum (BBZ) Arenenberg und auch im Vorstand – nach 27 Jahren trat Alex Schächtle zurück – hätten für frischen Wind gesorgt, sagte Ott. Er dankte dem bisherigen Leiter Gemüse- und Beerenbau am BBZ Arenenberg, Peter Konrad, und dem neuen Leiter Jimmy Mariéthoz für den reibungslosen Stabwechsel. Als Schwerpunkte für das laufende Jahr nannte Mariéthoz die Verbesserung der Marktsteuerung und des Meldewesens, den neuen Leistungsauftrag mit dem Kanton Schaffhausen, den Aufbau von Warndiensten im Bereich Gemüse und Pflanzenschutzversuche. Wichtig sind ihm auch praxisnahe Pilotversuche und die Förderung von Wissenstransfer.

Anliegen beim Bund deponieren

Gemäss Moana Werschler, Bereichsleiterin Marketing/Kommunikation beim VSGP, soll die «Strategie Positionierung CH-Gemüse» bis 2025 umgesetzt werden. Betreffend Agrarpolitik 2014–2017 würden die Anliegen beim Bund nochmals deponiert werden. Zudem soll bei der Energiestrategie 2050 das Potenzial im Gemüsebau geklärt werden.

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