Gemeinderat lädt zur Aussprache

TOBEL. Eine «Infoveranstaltung/Aussprache» soll es werden. Dazu lädt der Gemeinderat von Tobel-Tägerschen mit einem Flugblatt ein.

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TOBEL. Eine «Infoveranstaltung/Aussprache» soll es werden. Dazu lädt der Gemeinderat von Tobel-Tägerschen mit einem Flugblatt ein. Unterzeichnet ist das Schreiben von Vizepräsident Walter Vogel und den Gemeinderäten Peter Koch und Esther Thoma, nicht aber vom freigestellten Gemeindepräsidenten Anton Stäheli. Dieser ist indes Hauptthema des zweiseitigen Flugblattes.

Man entschuldige sich für die durch Stäheli Ende Januar auf der Gemeindewebsite veröffentlichte Stellungnahme (unsere Zeitung berichtete), schreiben die drei Unterzeichner. Damit habe Stäheli «zum wiederholten Male» das Amtsgeheimnis verletzt. Die Ergebnisse des durch Stäheli zitierten Revisionsberichtes über die Gemeindefinanzen hätten laut Gemeindeordnung erst der Gemeindeversammlung vorgelegt werden müssen.

Auch sonst kommt Stäheli im Schreiben nicht gut weg. Viele seiner Versäumnisse gelte es derzeit aufzuarbeiten. Zudem fehle es ihm mehrheitlich am nötigen Wissen für das Amt wie auch für Verwaltungsaufgaben. Viele Geschäfte seien deshalb nicht richtig ausgeführt worden. Verwaltungsangestellte seien derzeit, unterstützt durch externe Mitarbeiter, dabei, die zahlreichen Pendenzen aufzuarbeiten. «Mühsam und sehr zeitintensiv» sei dies.

Kündigungen bei Wiederwahl

Stäheli, der wie die drei Unterzeichnenden Ende Mai zurücktritt, stellt sich einer Wiederwahl zum Gemeindepräsidenten. Für diese Wahl nennt das Flugblatt erstmals den 3. Mai als Termin. «Im Falle einer erneuten Wahl von Anton Stäheli würden die meisten Verwaltungsangestellten einen neuen Arbeitgeber suchen», schreiben Vogel, Koch und Thoma, «wodurch nochmals viel Fachwissen verlorenginge.» Tatsächlich kündigten während Stähelis erst anderthalbjähriger Amtszeit bereits die langjährige Gemeindeschreiberin und der Leiter des Steueramtes. Für Gesprächsstoff am Montagabend ist gesorgt. (kuo)

Infoveranstaltung und Aussprache, Montag, 21. März, 19.30 Uhr, Turnhalle Tobel