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Gemeinden zeigen Interesse am Zeppelin

Der Uttwiler Architekt Fredy Iseli plant ein Hotel in Form eines Zeppelins. Noch ist er auf der Suche nach einem passenden Standort für das 236 Meter lange Luftschiff. Dieses soll aus einem speziellen Verbundwerkstoff aus Altpapier bestehen. Das Material ist allerdings noch nicht erprobt.
Rahel Haag
Fredy Iseli präsentiert seine Wabentechnologie. (Bild: Rahel Haag)

Fredy Iseli präsentiert seine Wabentechnologie. (Bild: Rahel Haag)

Herr Iseli, wie läuft die Suche nach einem Standort für Ihr Hotel in Form eines Zeppelins?

Fredy Iseli: Wir sind mit verschiedenen Gemeinden im Gespräch. Derzeit prüfen wir vier Standorte in der Bodenseeregion.

Und wo genau?

Iseli: Es ist noch zu früh, um die genauen Standorte bekanntzugeben. Wir sind gerade erst mit den Grundeigentümern in Kontakt getreten. Nur so viel sei verraten: Die Standorte sind in der Nähe des Sees und befinden sich zwischen Rorschach und Kreuzlingen.

Sie sind mit Ihrer Idee offensichtlich auf Interesse gestossen. Werten Sie das als Erfolg?

Iseli: Auch hier denke ich ist es noch zu früh, um von einem Erfolg zu sprechen. Die Idee wurde bis jetzt relativ positiv aufgenommen, ja. Dennoch gibt es noch viele Leute, die nicht an die Realisierbarkeit glauben. Ich bin in der glücklichen Lage, meine Idee verfolgen zu können. Wenn sie sich allerdings nicht realisieren lässt, ist das auch nicht so schlimm.

Wie soll es nun weitergehen?

Iseli: Zuerst müssen wir grundsätzliche Abklärungen machen und uns für die einzelnen Standorte überlegen, ob es Sinn macht, ein Baugesuch einzureichen. Sobald wir einen Standort gefunden haben, geht die Suche nach möglichen Betreibern los.

Wer wäre Ihrer Ansicht nach der ideale Betreiber?

Iseli: Ziel ist es, das Hotel wie ein modernes Kreuzfahrtschiff zu betreiben. So soll das Luftschiff nicht nur eine Unterkunft sein, sondern beispielsweise auch eine Wellnessoase oder ein Casino beherbergen. Die Gäste könnten sich im Luftschiff aufhalten, gleichzeitig aber auch verschiedene Ausflüge machen. Ähnlich wie bei einer Kreuzfahrt. Der ideale Betreiber wäre aus meiner Sicht daher eine Reederei – der Erfahrung wegen.

Zudem sehen Sie das Zeppelin-Hotel als mögliche Attraktion für die Expo 2027.

Iseli: Das war ein Gedanke von mir, richtig. Ich stehe mit dem Expo-Komitee und verschiedenen Regierungsräten in Kontakt. Im nächsten Jahr ist eine Art Ideenwettbewerb geplant. Es ist möglich, dass wir unsere Idee einreichen. Noch sind allerdings die Bedingungen unklar. Ich möchte das Projekt so lange wie möglich selber aufgleisen.

Sie haben gemeinsam mit der ETH sogar einen neuen Verbundwerkstoff für Ihren Zeppelin entwickelt. Worum handelt es sich dabei genau?

Iseli: Wir haben eine Wabentechnologie entwickelt, die vollständig aus Altpapier besteht. Die Waben erhalten eine mineralische Beschichtung und werden dadurch feuer- und wasserfest und anschliessend mit Platten verklebt.

Worin bestehen die Vorteile Ihres Verbundwerkstoffs?

Iseli: Der grosse Vorteil ist, dass es ökologisch ist, da wir einen recycelten Rohstoff verwenden. Zudem ist das Material rund zehnmal leichter als Beton und rund dreimal leichter als Holz.

Das Material ist allerdings noch nicht erprobt.

Iseli: Das ist richtig. Im kommenden Frühling wollen wir damit die ersten Häuser bauen, die anschliessend vermietet werden sollen. So wollen wir Erfahrungen in der Produktion sammeln und das Material austesten.

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