Gemeinden und Kanton prüfen RAV-Strukturen

MÜNSTERLINGEN. In einem Pilotprojekt soll ab dem 1. Januar 2016 die Meldestelle für Arbeitslose der Gemeinden Münsterlingen und Pfyn an die jeweilige Regionale Arbeitsvermittlung (RAV) übergeben werden.

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MÜNSTERLINGEN. In einem Pilotprojekt soll ab dem 1. Januar 2016 die Meldestelle für Arbeitslose der Gemeinden Münsterlingen und Pfyn an die jeweilige Regionale Arbeitsvermittlung (RAV) übergeben werden. Heute müssen sich Personen, welche arbeitslos geworden sind, auf der Gemeindeverwaltung melden. Die Gemeindeverwaltung leitet die Meldung an das RAV weiter. Alle weiteren Schritte erfolgen dort. Die regionale Arbeitsvermittlung ist eine Bundesaufgabe, welche an die Kantone delegiert wurde. Die Gemeinden spielen dabei die Rolle einer ersten Kontaktstelle. Eine Beratung oder Fallbearbeitung findet nicht statt, da dies nicht in den Aufgabenbereich der Gemeinden fällt.

Effizienterer Ablauf

Das Amt für Wirtschaft hat die Prozesse überprüft und festgestellt, dass es effizienter wäre, wenn sich arbeitslose Personen direkt bei den RAV-Stellen melden würden. So könnte wertvolle Zeit im Wiederintegrationsprozess eingespart werden. Aus Gründen des Datenschutzes kann die Gemeinde aus den Informationen der Anmeldung ohnehin keinen Nutzen ziehen.

Verschiedene Gespräche mit dem Verband Thurgauer Gemeinden und dem Amt für Wirtschaft haben gezeigt, dass eine Neuregelung Sinn machen würde. Dabei könnte auch die Zusammenarbeit mit dem RAV und den Gemeinden verbessert werden. In der Pilotphase sollen auch Möglichkeiten für eine Optimierung der Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und dem RAV beim Vermittlungsprozess geprüft werden. (red.)