Gemeinden fürchten mehr Fluglärm

WINTERTHUR. Die Region Ost lehnt die Anpassung des Betriebsreglements für den Flughafen Zürich ab. Dies teilte die Behördenorganisation, der auch rund die Hälfte der Thurgauer Gemeinden angehört, gestern mit. Die vorgesehene Lösung führe nicht zu einer fairen Verteilung des Fluglärms.

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WINTERTHUR. Die Region Ost lehnt die Anpassung des Betriebsreglements für den Flughafen Zürich ab. Dies teilte die Behördenorganisation, der auch rund die Hälfte der Thurgauer Gemeinden angehört, gestern mit. Die vorgesehene Lösung führe nicht zu einer fairen Verteilung des Fluglärms.

Die Entflechtung der An- und Abflüge über dem Osten ist die grösste Änderung, welche das Betriebsreglement vorsieht. Die Abflüge Richtung Osten sollen neu südlich des Thurgaus geführt werden. Dafür werden alle Anflüge von Osten über die Achse Schaffhausen–Frauenfeld–Wil aufliniert und dann Richtung Flughafen geführt (Ausgabe vom 6. November). Das soll den Flugbetrieb sicherer machen.

Süden soll Lasten mittragen

Die Region Ost weist darauf hin, dass im Sicherheitsbericht 2012 nicht die Entflechtungen des Ostkonzepts, sondern das Konzept mit Starts Richtung Süden am besten abgeschnitten habe. Statt die Sicherheitsmängel konsequent auszumerzen, wolle der Flughafen das Ostkonzept schleichend ausbauen, schreibt die Region Ost. Sie fordert, dass auch der Süden des Flughafens die Lasten mitträgt – und zumindest die durch den Staatsvertrag mit Deutschland bedingte zeitliche Ausdehnung des Ostkonzepts auffängt.

Auch die Schnellabrollwege, die der Flughafen bauen will, dürften nicht dazu führen, dass eine grössere Anzahl Flugzeuge von Osten her anfliegt und das Ostkonzept vermehrt eingesetzt wird, fordert die Region Ost. Die Schnellabrollwege dürften lediglich dazu dienen, echte Verspätungen abzubauen. Laut Mitteilung haben diverse Gemeinden, die Mitglied der Region Ost sind, beim Bundesamt für Zivilluftfahrt Einsprache gegen die Änderung des Betriebsreglements erhoben. (red.)