Gemeindehaus kann saniert werden

Der Stettfurter Gemeinderat war an der Gemeindeversammlung gefordert: Sowohl dem Projektierungskredit für die Sanierung des Gemeindehauses als auch einem Leistungsauftrag für den Erhalt des Dorfladens erwuchs Opposition. Die Stimmbürger nahmen beide Vorlagen relativ knapp an.

Claudia Koch
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Das Gemeindehaus soll ab 2017 saniert werden. (Bild: Nana do Carmo)

Das Gemeindehaus soll ab 2017 saniert werden. (Bild: Nana do Carmo)

STETTFURT. Der Gemeinderat möchte bis 2019 einige kostenintensive Projekte realisieren. Unter diesem Aspekt wurde das Budget 2013 am Donnerstagabend von den 57 Anwesenden genau unter die Lupe genommen.

Eines dieser Projekte ist die Sanierung des Gemeindehauses, für das ein Projektierungskredit von 70 000 Franken zur Abstimmung kam. «Die Sanierung soll in drei Etappen ausgeführt werden, wobei für jede Etappe ein separater Kreditantrag zur Abstimmung kommt», informierte Gemeindeammann Thomas Gamper.

Geplant für 2017

Der Start der Renovierungsarbeiten, die rund 1,1, Millionen Franken kosten, sei für 2017 geplant. Der genaue Zeitpunkt hänge jedoch von anderen Investitionsbedürfnissen ab, zum Beispiel seitens der Schulgemeinde in bezug auf die Schulraumplanung. Da müssen diverse Strassen und das Schwimmbad saniert werden. Ein Stimmbürger hakte nach: Warum man die Sanierung nicht in einem Zug durchziehe, denn ein etappenweises Vorgehen komme häufig teurer zu stehen als veranschlagt.

Da in den nächsten Jahren noch weitere Investitionen anständen, sei das etappenweise Vorgehen finanziell tragbarer, lautete die Antwort.

Lange Zeitspanne

Ein anderer Stimmbürger störte sich an der langen Zeitspanne für die Bauarbeiten. «Werden die Kosten noch stimmen, wenn wir jetzt einen Kredit für ein Projekt bewilligen, das erst in sieben Jahren fertig wird?», fragte er. Die lange Zeitspanne sei dem Gemeinderat durchaus bewusst, erklärte Thomas Gamper. «Aus diesem Grund handelt es sich bei den Gesamtkosten nur um eine Kostenschätzung.»

Nicht nur die Kosten – auch das Projekt selber wurde in Frage gestellt. Seltsamerweise bleibe die zum Gemeindehaus gehörende alte Scheune unangetastet, dafür solle unterirdisch ein Archivraum und ein WC realisiert werden, stellte ein Votant fest. Dies führe bestimmt zu höheren Kosten, und zudem sei ein unterirdisches Archiv wegen des nahen Dorfbachs ungeeignet. Der Gemeindeammann konterte, dass es bauliche Massnahmen gegen Wassereinbrüche geben werde. Der Antrag für den Projektierungskredit wurde schliesslich mit 32 Ja- zu 17 Nein-Stimmen und 8 Enthaltungen angenommen.

Dorfladen bereitet Sorgen

Im Budget 2013 taucht ein neues Konto auf, das ebenfalls intensiv diskutiert wurde. Der Gemeinderat möchte den Dorfladen erhalten und ist daran, mit dem Verwaltungsrat der Dorfzentrum AG einen Leistungsauftrag abzuschliessen. Gleich mehrere Stimmbürger warnten davor, die AG zu finanzieren. Eher solle die Attraktivität des Ladens gesteigert oder gar eine Alternative zum Volg gesucht werden, hiess es etwa.

Hier meldete sich der Präsident der Dorfzentrum AG zu Wort. «Ich will zwar nicht schwarzmalen, aber als private AG müssten wir die Liegenschaft verkaufen», stellte er fest. Ein Antrag, den Leistungsauftrag von 25 000 Franken aus dem Budget zu streichen, wurde mit 26 Nein- zu 22 Ja-Stimmen und 9 Enthaltungen abgelehnt.

Steuerfuss bleibt bei 52 Prozent

Das Budget 2013, das mit einem Aufwandüberschuss von 111 600 Franken bei gleichbleibendem Steuerfuss von 52 Prozent rechnet, wurde mit 43 Ja- zu 8 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen angenommen.