Gemeindeammann Lüscher sinniert über Veränderungen

AADORF. Unter den rund 350 Gästen im Aadorfer Gemeindezentrum befindet sich am 1. Januar eine erfreuliche Anzahl der separat eingeladenen Neuzuzüger. Für diese eine Gelegenheit, Gemeindeammann Bruno Lüscher in seinem 24. und letzten Amtsjahr bei einem öffentlichen Auftritt zu erleben.

Kurt Lichtensteiger
Drucken
Teilen

AADORF. Unter den rund 350 Gästen im Aadorfer Gemeindezentrum befindet sich am 1. Januar eine erfreuliche Anzahl der separat eingeladenen Neuzuzüger. Für diese eine Gelegenheit, Gemeindeammann Bruno Lüscher in seinem 24. und letzten Amtsjahr bei einem öffentlichen Auftritt zu erleben. Zur Meinung «Lieber keine Veränderung, dann weiss man, was man hat» setzt er eine Antithese.

Chance für Entwicklung

Die Veränderung biete eine Chance für die Entwicklung. Mit dieser Aussage weist Lüscher auf die kommende Wahl des Gemeindeammanns am 8. März hin. «Sie bestimmen über die Veränderung. Ich bin überzeugt, dass mich niemand kopieren will», sagt Lüscher.

Seit 1981 – zuerst 10 Jahre als Schulpräsident, seit 1991 als Gemeindeammann – habe er die Veränderungen fast täglich gespürt. Er habe leider auch feststellen müssen, dass sich die Erwartungen der Gesellschaft an die Öffentlichkeit in Richtung einer «Forderungsgesellschaft» verändert hätten. Lüscher hofft auf eine Trendumkehr. «Ich hätte es womöglich einfacher gehabt, wenn ich mehr Nein gesagt hätte.» Ob Aadorf da stünde, wo es jetzt ist, bezweifelt er aber.

Nach Lüschers Neujahrswünschen gehört die Bühne dem virtuosen Trio Grüebler. Mit den Schwestern Cécile (Violoncello) und Noelle Grüebler (Violine) zeigt die Ettenhauserin Olivia Geiser am Piano ihr Können.

Musik der anderen Art

Die drei Musikerinnen sind mehrfache Preisträgerinnen und haben sich auf internationalem Parkett bewiesen. Das Ensemble bietet Unterhaltungsmusik der anderen Art wie den «Ungarischen Tanz» von Johannes Brahms oder argentinische Klänge von Astor Piazzolla. Spiritus rector des Anlasses war Bruno Lüschers Ehefrau Maja. Seit fünf Jahren führt sonst die Kulturkommission das Zepter für den traditionellen Neujahrsempfang, der jeweils mit einem Apéro seinen Abschluss findet.