Gemalte Liebeserklärung

HOSENRUCK. Die Ölbilder des Frauenfelder Künstlers Theo Felix sind eine Liebeserklärung an das Appenzellerland. Bis zum 30. Juni sind sie auf dem Nollen zu sehen.

Peter Mesmer
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Theo Felix an der Arbeit in seinem Atelier in Frauenfeld. (Bild: Peter Mesmer)

Theo Felix an der Arbeit in seinem Atelier in Frauenfeld. (Bild: Peter Mesmer)

Während 34 Jahren war Theo Felix Küchenchef im Kantonsspital Frauenfeld. Mit grossem Engagement sorgte er für das leibliche Wohl der Patienten. Darüber hinaus erwarb er sich grosse Verdienste im Lehrlingswesen und in der Erwachsenenbildung.

Vor zwei Jahren ging der heute 63jährige Felix vorzeitig in den Ruhestand. Am heissen Herd steht der diplomierte Koch heute höchstens noch, um private Gäste zu bewirten. Auch seine Referate rund um die Gastronomie hat er auf ein Minimum reduziert. Das hat seinen Grund, denn Theo Felix widmet sich heute mit Leib und Seele seiner zweiten grossen Leidenschaft – der Kunst.

Märchenhaftes Paradies

In und rund um sein kleines Hexenhäuschen an der Frauenfelder Broteggstrasse hat Felix mit eigener Hände Arbeit Wundervolles geschaffen. Der Garten mit dem Biotop und den vielen verträumten Winkeln und dem Atelier ist ein märchenhaftes Paradies.

Theo Felix ist in Münchwilen und Kirchberg aufgewachsen. Da die Lehrerschaft dem Maltalent des Schülers mit Skepsis begegneten, rührte er die Zeichen- und Malutensilien immer seltener an. Erst mit gut 30 Jahren kehrte Felix zur grossen Passion seiner Jugendzeit zurück. Hinfort begann er sein künstlerisches Potenzial auszuleben. Unzählige Werke sind entstanden.

Wenn Theo Felix mit seinem Skizzenblock oder der Staffelei nicht gerade in der Natur draussen umherstreift, verbringt er viele Stunden in seinem Atelier. Seine Schaffenskraft und seine Vielseitigkeit sind enorm: Er beschäftigt sich mit Objekten, Skulpturen und Installationen aus den verschiedensten Materialien, Stein, Holz und Metall.

Einzigartige Möbelstücke

Dazu kommen Schnitzereien und immer wieder designt Felix für den Eigengebrauch auch einzigartige Möbelstücke. Sein Hauptaugenmerk gilt jedoch der Malerei. Naturalistische, farbenfrohe Landschafts- und Naturszenen wechseln sich ab mit eindrücklichen Porträts von Alltagsmenschen sowie Sujets von Haus- oder Nutztieren. Auch die Aktmalerei beherrscht der Autodidakt.

Im Hotel Nollen in Hosenruck stellt Theo Felix seine Appenzeller Bilder aus. Einerseits liess er sich dabei vom Appenzeller Alpenbitter, dem Nationalgetränk der Innerrhödler inspirieren, andererseits immer wieder auch von Menschen, alten Bauernhäusern und Naturszenen. Die Ölbilder bestechen durch subtile Genauigkeit, feinsten Pinselstrich und dem Spiel des Lichts.

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