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Geldsegen und ein Moratorium

Die Rechnung der Gemeinde Thundorf schliesst mit einem Überschuss von über zwei Millionen Franken. Grund sind verkaufte Parzellen am Ildbach. Zudem gab an der Versammlung erneut ein umstrittenes Baugesuch zu reden.
Samuel Koch
Alois Hersche Gemeindepräsident Thundorf (Bild: Samuel Koch)

Alois Hersche Gemeindepräsident Thundorf (Bild: Samuel Koch)

THUNDORF. Lieber spät als nie. Am Montagabend konnte die Gemeindeversammlung Thundorf im grossen Saal der Schule mit zweiwöchiger Verspätung doch noch durchgeführt werden. «Für eine seriöse Durchführung mussten wir sie verschieben», sagte Gemeindepräsident Alois Hersche zu den 142 anwesenden Stimmberechtigten. Dies weil Finanzchefin Rahel Sturzenegger seit längerem rekonvaleszent ist.

Dank Verkauf und Steuern

Die Jahresrechnung schliesst bei einem Aufwand von 4,13 mit einem Überschuss von rund 2,07 Millionen Franken. «Das ist ein schönes Resultat», sagte Hersche. Das Ergebnis sei primär dem Buchgewinn von 12 verkauften Parzellen am Ildbach zu verdanken. Zudem resultierten Mehreinnahmen aus Steuern und der Sozialen Wohlfahrt. Nach einzelnen Fragen genehmigten die Stimmbürger die Rechnung deutlich. Nach Abschreibungen unter anderem für das Gemeindehaus und den Sportplatz von rund 325 000 Franken stellte der Gemeinderat der Versammlung den Antrag, die restlichen rund 1,75 Millionen Franken dem Eigenkapital zu überschreiben. Auch dieser Antrag wurde von der Versammlung grossmehrheitlich abgesegnet. Somit beträgt das neue Eigenkapital rund 3,3 Millionen Franken per Jahresende 2015.

Ein anderes Traktandum hingegen sorgte für Anspannung im Saal. Es ging um den Antrag von Albert Lüthi, das bewilligte Baugesuch für ein geplantes Mehrfamilienhaus im Dorfzentrum erneut prüfen zu lassen. An der Bechtelisgemeinde im vergangenen Januar scharte Lüthi die Mehrheit der Stimmbürger hinter sich, obwohl die Gemeinde bereits im vergangenen Herbst die definitive Baubewilligung erteilt, und Lüthi die Rekursfrist verpasst hatte (unsere Zeitung berichtete). Gemäss Lüthi sei die Bewilligung erteilt worden, bevor Höhe und Grenzabstand mit den erforderlichen Visieren gekennzeichnet waren. Eine weitere Anwohnerin reichte eine Einsprache fristgerecht ein, weshalb der Ball nun beim kantonalen Departement für Bau und Umwelt (DBU) liegt.

Demokratie in Frage gestellt

Trotz allem war der Gemeinderat gemäss Gemeindeordnung verpflichtet, sich zum Baugesuch zu äussern. «Der Gemeinderat hat das Verfahren nochmals geprüft», sagte Hersche am Montagabend. Dabei sei alles richtig abgelaufen. Zudem habe die Gemeindeversammlung keine Zuständigkeit für eine Baubewilligung. «Deshalb wird auf den Antrag von Albert Lüthi nicht eingetreten und darum gibt es jetzt keine Abstimmung», sagte Hersche. Jetzt werde das hängige Verfahren und die Antwort vom DBU abgewartet. Lüthi durfte sich aber an der Versammlung noch äussern und stellte den demokratischen Gedanken in Frage. «Der Gemeinderat hat die Planung für die Parzelle erarbeitet, und die Pläne danach schubladisiert», bilanzierte er.

Schliesslich nahm die Versammlung noch einen Kredit zum Hochwasserschutz am Ildbach an (siehe Infokasten).

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