Gekrönte Kreisel und eine Ampel

Übersehen kann man sie derzeit nicht: Allerorten strahlen die Advents- und Weihnachtsbeleuchtungen um die Wette.

Olaf Kühne
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Übersehen kann man sie derzeit nicht: Allerorten strahlen die Advents- und Weihnachtsbeleuchtungen um die Wette. Während im Wängemer Kreisel Lichterketten einen haushohen Weihnachtsbaum imitieren, setzt Münchwilen mit seiner weihnachtlichen Kreiselkunst in Form einer Krone ein starkes Zeichen: «Hier sind immer noch wir der Bezirkshauptort», scheint das königliche Insignium zu verkünden. Ansonsten: Sterne, Rentiere, Elektrokerzen und was der Discounter sonst noch so hergibt, lassen manchen Stromzähler in diesen Tagen heisslaufen. Dennoch, auch wenn es sich statistisch nicht erhärten lässt: In vergangenen Jahren schienen Weihnachtsfreudige den leuchtenden Schmuck auch schon exzessiver einzusetzen. Ob's an der Klimakonferenz liegt? Oder an der Energiewende? Wohl weder noch. Vielleicht hat sich einfach das jahrelange Wettrüsten in Einfamilienhausquartieren langsam totgelaufen. Mit Lichtern aufgerüstet hat dieses Jahr hingegen Aadorf. Obwohl erst gerade wieder als Energiestadt ausgezeichnet, nahm die Gemeinde ihre erste Ampel in Betrieb. Zwar erst versuchsweise, und mit Weihnachten hat es auch rein gar nichts zu tun. Schön leuchten und den einen oder anderen Autofahrer nerven kann aber auch ein Lichtsignal. Und Strom braucht es sowieso.

olaf.kuehne@thurgauerzeitung.ch

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