Geheizte Warteräume

In der TZ von 1917

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Mit Recht und Unrecht wurde die Heizung der Wartesäle der Stationen an der Mittel-Thurgau-Bahn bemängelt. Alle Reisenden sollten die Türen des Wartesaals schliessen. Das scheint selbstverständlich, obschon man selten eine geschlossene Wartesaaltüre finden kann, die nicht zuerst vom Bahnpersonal geschlossen werden musste. So wäre es möglich, mit dem derzeit zur Verfügung stehenden Brennmaterial diese Lokalitäten zu erwärmen. Wer glaubt, trotz offener Türen ein solches Werk vollbringen zu können, dem steht es frei, sich als Portier zu melden. Als Lohn stellen wir ihm die dankbaren Gesichter der Reisenden in Aussicht, die ihm entgegenlachen werden, wenn sich die Thermometer in den Warteräumen nicht bewegen. Als Extrabelohnung kann er dann die Papierresten und Zigarrenstummel behalten, die alltäglich den Warteraumboden bedecken und von Wartenden fortgeworfen werden. Dann möchte ihm auch noch angeraten werden, die Thermometer in den Warteräumen genau zu beobachten, falls sie nicht schon mit jemandem durchgebrannt sind.