Gebäudeversicherung macht einen Rekordgewinn

FRAUENFELD. Die Gebäudeversicherung Thurgau hatte Ende Jahr 98 059 Bauten versichert. Damit nahm der Bestand innert Jahresfrist um 860 zu.

Christof Widmer
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FRAUENFELD. Die Gebäudeversicherung Thurgau hatte Ende Jahr 98 059 Bauten versichert. Damit nahm der Bestand innert Jahresfrist um 860 zu. Dass damit auch das Prämienvolumen steigt, hat aber kaum Einfluss auf das Rekordergebnis, das die Versicherung für 2014 ausweist: Sie schliesst mit einem Gewinn von 35,2 Millionen Franken – so viel wie noch nie in der 200jährigen Geschichte der Versicherung. Zum Vergleich: 2013 machte die Gebäudeversicherung einen Gewinn von 17 Millionen Franken.

Das Ergebnis ist nicht dem Versicherungsgeschäft zuzuschreiben. Die Elementarschadenversicherung schloss mit einem Plus von 3,8 Millionen und die Feuerschutzversicherung mit einem Minus von 280 000 Franken. 31,7 Millionen Franken erwirtschaftete die Versicherung mit ihren Kapitalanlagen.

Dazu beigetragen haben die Obligationen, deren Gesamtrendite inklusive Kurswert bei sinkenden Zinsen steigt, sowie Aktien und Immobilien. Das Ergebnis der Kapitalanlagen sei zu einem Drittel tatsächlich realisiert worden, präzisiert Versicherungsdirektor Walter Baumgartner. Zu zwei Dritteln handelt es sich um Buchgewinne. Bei steigenden Zinsen ist dort wieder mit Verlusten zu rechnen. Um den potenziellen Kursverlust zu reduzieren, bevorzuge die Versicherung aber Obligationen mit kürzeren Laufzeiten.

Die Kapitalausstattung der Versicherung ist auf 413 Millionen Franken gestiegen. Anvisiert werden 435 Millionen Franken. Bis das erreicht ist, ist eine Prämiensenkung kein Thema.

Der Frankenschock hat beim Wert der Kapitalanlagen Anfang Jahr zu einer Korrektur von minus 11 Millionen Franken geführt. Sie habe durch die günstige Entwicklung der Finanzmärkte inzwischen wiedergutgemacht werden können, sagt Baumgartner.