Gebäude zu Recht unter Schutz gestellt

LAUSANNE/HEFENHOFEN. Die Gemeinde Hefenhofen hat zwei Fachwerkbauten zu Recht in den kommunalen Schutzplan «Kulturobjekte» aufgenommen. Das Bundesgericht hat Beschwerden der Eigentümer abgewiesen.

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Die Gemeinde Hefenhofen erliess 2007 gestützt auf das kantonale Natur- und Heimatschutzgesetz den kommunalen Schutzplan «Kulturobjekte». Die Genehmigung dafür wurde vom Departement für Bau und Umwelt jedoch nicht erteilt, weshalb der Plan von der Gemeinde ergänzt werden musste. In der Folge stellte die Gemeinde ein Restaurant an der Amriswilerstrasse und ein Fachwerkgebäude an der Hofstrasse im Weiler Brüschwil unter Schutz.

Beschwerden blieben erfolglos

Die beiden Grundeigentümer erhoben dagegen bei der Gemeinde Einsprache, blitzten dort aber ab. Auch ein Rekurs ans kantonale Departement für Bau und Umwelt sowie eine Beschwerde ans Thurgauer Verwaltungsgericht blieben erfolglos. Das Restaurant aus dem Jahre 1827 habe zwar im Erdgeschoss mehrfach Umbauten erlebt; das Obergeschoss präsentiere sich aber heute weitgehend in seiner historischen Gestaltung.

Das Gebäude sei im Inventar des Amtes für Denkmalschutz als «wertvoll» eingestuft und bilde einen unverzichtbaren Bestandteil des historischen Ortsmittelpunkts des Weilers Brüschwil, der im Bundesinventar der schützenswerter Ortsbilder der Schweiz aufgeführt sei. Der Fachwerkbau sei deshalb auch schutzwürdig, meinte das Verwaltungsgericht. Ähnlich äusserte sich das Verwaltungsgericht zum Fachwerkhaus an der Hofstrasse. Dieses Haus, welches seinen Ursprung im 17. Jahrhundert hat, ist nach Meinung des Verwaltungsgerichts ebenfalls schutzwürdig.

Nutzung nicht verunmöglicht

Vor Bundesgericht argumentierten die beiden Eigentümer, die Unterschutzstellung sei nicht verhältnismässig. Sie machten insbesondere geltend, aus Gründen der Verhältnismässigkeit seien nicht alle Objekte, sondern nur ein repräsentativer Querschnitt einer Epoche unter Schutz zu stellen, was in der Gemeinde Hefenhofen bereits geschehen sei. Diese Auffassung konnte das Bundesgericht, wie zuvor schon das Verwaltungsgericht, nicht teilen. Einerseits bewirke die Unterschutzstellung kein gänzliches Bauverbot.

Zudem sei die Nutzung der Gebäude nicht verunmöglicht. (upi)