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GASTROZSENE AADORF: "Linde" in Aadorf schliesst im August

Die Gastroszene ist im Umbruch: Die "Linde" steht vor einem Pächterwechsel, und die Zukunft des vor zwei Jahren abgebrannten «Barone» wird bald konkreter.
Kurt Lichtensteiger
Die «Linde» dürfte Aadorf in dieser Form noch einige Zeit erhalten bleiben. Bereits mehrere Projekte scheiterten. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Die «Linde» dürfte Aadorf in dieser Form noch einige Zeit erhalten bleiben. Bereits mehrere Projekte scheiterten. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Von einer Visitenkarte zu sprechen, wäre weit gefehlt. Die "Linde", ein Gasthof zur Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der erstellten Bahnlinie Winterthur–Wil entstanden, ist zwar noch immer ein repräsentatives Gebäude, auch wenn der angebaute Saal wie eine Faust aufs Auge wirkt.

Für Bahnreisende bildet der Gebäudekomplex, an bevorzugter Lage gegenüber dem altehrwürdigen Bahnhof, einen Blickfang. Die Fassaden hätten indes schon längst eine Auffrischung nötig. Projekte zu einer Sanierung oder einem Neubau mit Einbezug des Bahnhofareals standen zwar vor Jahren zur Disposition, doch scheint dieses Vorhaben auf die lange Bank geschoben worden zu sein. Interesse zeigte auch die Bürgergemeinde Aadorf, die eine Gelegenheit sah, den maroden und ausgedienten Saal, im Besitz der Politischen Gemeinde, für Alterswohnungen zu nutzen (siehe Zweittext).

Vorhaben mindestens zurückgestellt

"Nun ist auch dieses Vorhaben vom Tisch oder zumindest zurückgestellt worden", sagte Roman Engeler, Präsident der Bürgergemeinde Aadorf. Letztlich hätten die verkachelte Situation mit einer nötigen Grenzbereinigung mit dem Nachbargebäude – der einstigen Migros – und damit zusammenhängende finanzielle Abgeltungen den Ausschlag zum Rückzug gegeben.

Fakt ist, dass Ursula Lüthi, Pächterin des Hotels Linde, ihren Fünfjahresvertrag mit Ablauf August 2018 aufgrund dieser Prämissen nicht mehr erneuert hat. Für viele Einheimische kommt dieser Entscheid doch etwas überraschend, zumal sich die "Linde" als beliebter Treffpunkt von Stammgästen, Handwerkern und Passanten etabliert hat.

Einige Bewerbungen eingegangen

Besitzer Robert Düring, Inhaber der Cadina AG, sagt, dass er die Nicht-Verlängerung des Vertrages bedaure. Für die Weiterführung des Betriebes seien Bewerbungen eingegangen, doch bis dato könne man nicht von einer valablen Auswahl sprechen, sodass sich Interessenten noch melden könnten. Am Stammtisch wurden gar Befürchtungen geäussert, dass etwa eine Pizzeria den alteingesessenen Begegnungsort ersetzen könnte, was grösstenteils dem Willen der einkehrenden Dorfbevölkerung kaum entsprechen würde. Manche Aadorfer würden das Verschwinden einer weiteren Dorfbeiz zutiefst bedauern. Zu ihren Zukunftsplänen hält sich indessen Ursula Lüthi bedeckt.

Entscheid zu "Barone" im Frühling

Ein zumindest temporärer Schandfleck an der Hauptstrasse 23 zum Unterdorf ist das ehemalige "Barone", von dem nur noch Ruinen ein stummes Zeugnis ablegen. Der "Falken", wie er früher hiess, war einst ein beliebtes Restaurant mit einem Saal, wo auch gesellschaftliche Anlässe und Theateraufführungen stattfanden. Anfangs Januar 2016 stand das Gebäude in Flammen.

Auf Anfrage sagt Geschäftsführer Enver Jashari, dass die kantonale Denkmalpflege bezüglich der Fassade grünes Licht gegeben habe. Im Moment seien noch einige Abklärungen am Laufen und eine Baueingabe werde demnächst eingereicht. Mit einem Wiederaufbau des Gebäudes sei zu rechnen. Ein definitiver Entscheid dürfte in zwei Monaten erfolgen. Dann könne er mehr sagen.

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