Gaspreis steigt nur leicht, trotz höherer Abgaben

FRAUENFELD. «Auch zum Jahresbeginn 2016 profitieren die Erdgaskunden der Werkbetriebe Frauenfeld von tiefen Energiepreisen», schreiben die Werkbetriebe Frauenfeld in einer Medienmitteilung. Der Gaspreis wird wegen «nicht beeinflussbarer gesetzlicher Aufschläge» bei allen Tarifgruppen per 1.

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FRAUENFELD. «Auch zum Jahresbeginn 2016 profitieren die Erdgaskunden der Werkbetriebe Frauenfeld von tiefen Energiepreisen», schreiben die Werkbetriebe Frauenfeld in einer Medienmitteilung. Der Gaspreis wird wegen «nicht beeinflussbarer gesetzlicher Aufschläge» bei allen Tarifgruppen per 1. Januar um 0,10 Rappen pro Kilowattstunde (Rp./kWh) angehoben.

Der Aufschlag hätte deutlicher sein können, denn ab 2016 steigt die CO2-Abgabe für Erdgas von derzeit 1,09 Rp./kWh um 0,43 Rappen auf 1,52 Rp./kWh. Doch weil der Einkaufspreis für Gas rückläufig ist, steigt der Gaspreis letztlich nur um 0,10 Rp./kWh. David Dünnenberger, Leiter Energiemarkt bei den Werkbetrieben Frauenfeld, erklärt die sinkenden Preise bei fossiler Energie wie folgt: Die Handelspreise für Erdgas seien stark von den Preisen von Kohle und Erdöl abhängig. Wenn hier die Preise sinken, gebe auch der Erdgaspreis nach. Derzeit herrsche auf dem Markt ein Überangebot, der vor allem den Rohölpreis drückt. Komme dazu, dass die schleppende Entwicklung der europäischen Wirtschaft die Nachfrage dämpft.

«Der Preiszerfall für fossile Energieträger läuft zurzeit dem allgemeinen Ruf nach einer Energiewende entgegen», sagt Dünnenberger. Die Organisation erdölexportierender Länder lasse bis auf weiteres ihre erhöhten Förderquoten bestehen, um den Erdölpreis niedrig zu halten. So sollen Mitbewerber aus dem Markt gedrängt werden. «Die wohlhabenden Golfstaaten um Saudi-Arabien können es offensichtlich verkraften, nicht kostendeckend zu fördern», sagt Dünnenberger. (hil)

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