GACHNANG: Noch kein Pfarrer, aber ein neuer Präsident in Sicht

Katholisch Frauenfeld Plus budgetiert für kommendes Jahr ein kleines Minus. Die weiterhin vakante Pfarrstelle hat Mitschuld an den steigenden Personalkosten.

Mathias Frei
Drucken
Teilen
Das neue Behördenmitglied Patrick Josef mit Kirchgemeindepräsident Lukas Leutenegger. (Bild: Mathias Frei)

Das neue Behördenmitglied Patrick Josef mit Kirchgemeindepräsident Lukas Leutenegger. (Bild: Mathias Frei)

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Personalien, die meisten von erfreulicher Natur, waren Thema an der Budgetversammlung der Kirchgemeinde Frauenfeld Plus. «Ich bin glücklich, dass wir eine so gute Situation in der Pfarreileitung haben», sagte Präsident Lukas Leutenegger. In Sachen Pfarrvakanz sei man im stetigen Austausch mit dem Bischofsvikar. «Aber die Schlange der Kandidaten, die für unser Pfarramt anstehen, ist überschaubar», meinte Leutenegger am Donnerstagabend in der Kirche Gachnang.

Die Doppelleitung mit Thomas Markus Meier (theologische Leitung) und Lukas Schönenberger (Leitung Verwaltung) dürfte also zumindest mittelfristig Realität bleiben. Bereits stehen auch die Aushilfspriester für die ersten fünf Monate des kommenden Jahres fest: Josef Csobanczy hat bis Februar verlängert, danach übernimmt bis Ende Mai Jacob Chanikuzhy, der bereits vergangenen Frühling in Frauenfeld wirkte.

Patrick Josef übernimmt Ressort Liegenschaften

Komplett ist auch wieder die Vorsteherschaft. An der Rechnungsgemeinde vergangenen Frühling wurde das langjährige Behördenmitglied Gabriel Müller verabschiedet. Nun wählten die 67 Kirchbürger Patrick Josef zu Müllers Nachfolger für das Ressort Liegenschaften/baulicher Unterhalt. Wie Müller ist auch Josef ein Mann vom Fach. Er ist Mitinhaber der Frauenfelder Schreinerei Abate. Die Legislatur endet aber bereits in einem guten Jahr, per Ende 2018. Und es künden sich für die Behörde drei Wechsel an. Präsident Leutenegger stellt sein Amt nach zwei Legislaturen zur Verfügung. Ebenfalls ihren Rücktritt angekündigt haben Danielle Limacher (Ressort Personal) und Pius Gründler (Ressort Soziales). Da die Behördenwahlen zusammen mit den Synodenwahlen bereits im März 2018 stattfinden, stehen für die drei Sitze auch schon Kandidaten bereit.

Für das Präsidium steht Thomas Harder bereit. Der Markenexperte ist Inhaber der Firma Swiss Brand Experts. Neu zur Verfügung stellen sich auch Marcel Berger, der Bereichsleiter beim Bundesamt für Strassen in Winterthur, sowie Ralph Limoncelli, seines Zeichens Frauenfelder Stadtschreiber. Wie Präsident Leutenegger erklärte, seien weitere Kandidaturen aber noch bis 8. Januar möglich.

Wie Kirchenpflegerin Saskia Guler ausführte, rechnet Katholisch Frauenfeld Plus für kommendes Jahr bei einem Ertrag von 5,507 Millionen Franken mit einem kleinen Defizit von 88000 Franken. Auf der Einnahmenseite steigen zwar die Steuererträge um 144000 Franken. Jedoch sind auch Mehrausgaben von 210000 Franken beim Personal vorgesehen. Die Abweichungen würden im Wesentlichen bei den Besoldungen der Seelsorge resultieren. Wegen der Doppelleitung wurde ein Mehraufwand budgetiert. Zudem wurde die Sozialdiakonie um 20 Prozent erhöht. Das Budget genehmigten die Kirchbürger fast einstimmig, den unveränderten Steuerfuss von 16 Prozent einstimmig. Der Investitionsplan 2018 bis 2021 sieht für kommendes Jahr Ausgaben von 335000 Franken vor. Mit 195000 Franken macht die Gesamtsanierung der Kirche Oberkirch den grössten Teil aus. Gleich viel zahlt Evangelisch Frauenfeld daran.

Aktuelle Nachrichten