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GACHNANG: Kritik an 25 Millionen teuren Neubauten

Am Info-Abend zum Schulhausneubau in Islikon flogen zwar nicht die Fetzen. Punktuell gab es dennoch Kritik am 25-Millionen-Bauvorhaben.
Stefan Hilzinger
Blick von der Kefikerstrasse auf die künftige Isliker Schulanlage: Doppelkindergarten (links) und Schulgebäude (im Hintergrund) kommen neu dazu. Rechts das historische Schulhaus von Architekt Albert Rimli. (Bild: Jessenvollenweider/PD)

Blick von der Kefikerstrasse auf die künftige Isliker Schulanlage: Doppelkindergarten (links) und Schulgebäude (im Hintergrund) kommen neu dazu. Rechts das historische Schulhaus von Architekt Albert Rimli. (Bild: Jessenvollenweider/PD)

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

Es war Frontalunterricht, so wie zeitgemässe Schule eigentlich nicht sein sollte: Während anderthalb Stunden referierten Schulbehörde und Baufachleute über die geplanten Neubauten in Islikon (siehe Zweittext). Die rund 150 Teilnehmer am Infoanlass in der Gachnanger Mehrzweckhalle hörten geduldig zu.

Die Notwendigkeit des Ausbaus ist allgemein anerkannt, daran rüttelte niemand. Doch die Art und Weise sorgte schon im Vorfeld für Diskussionen. Manchen ist die Bausumme von rund 25 Millionen zu hoch.

Warum braucht es eine Doppelturnhalle, wenn für die Schule doch eine Einfachhalle genügen würde, war eine der Fragen, die bei der Schulbehörde eingegangen waren. Schulpräsident Sven Bürgi beantwortete eine nach der anderen. «Schon in wenigen Jahren gibt es in Islikon drei Klassen mehr als heute.» Mit nur einer Halle werde es dann nicht mehr möglich sein, den Turnunterricht sinnvoll in den Stundenplan zu einzubauen. Bürgi unterstrich auch, wie wichtig die neue Doppelhalle für die örtlichen Vereine und weitere Nutzer sei. «Es wäre fahrlässig, wenn wir diese Bedürfnisse nicht berücksichtigen würden», sagte Bürgi mit einem Hinweis auf das Thema Volksgesundheit.

Erste Kostenschätzung wohl etwas blauäugig

Jemand wollte wissen, warum die Gesamtkosten (einschliesslich Projektierung) von anfänglich 17 Millionen in wenigen Jahren auf nun 26 Millionen Franken angestiegen seien. Bauleiter Urs Laib erklärte, dass die Genauigkeit mit dem Projektfortschritt zunehme. Die erste Schätzung von 17 Millionen Franken im Sommer 2015 sei wohl blauäugig gewesen. «Nebenräume werden oft vergessen», sagte Laib und erklärte, dass die erste Schätzung nicht von ihm stamme. Vor Bewilligung des Projektierungskredites im Juli 2016 sei die Gesamtsumme dann auf gut 26 Millionen Franken beziffert worden. Daran habe sich wenig geändert. Jetzt stimme die Summe mit einer Genauigkeit von plus/minus zehn Prozent, wobei eine Million Franken als Reserve einkalkuliert sei. «Wir tun alles, um den Budgetrahmen nicht ausnützen zu müssen», sagte Bürgi.

Warum denn diese Vorlage mit dem doch beträchtlichen Betrag an einer Versammlung und nicht an der Urne entschieden werde, das sei doch demokratischer, fragte ein Teilnehmer dann aus dem Plenum. «Die Behörde hat diese Möglichkeit nicht», sagte Bürgi. «Nur die Gemeindeversammlung kann ein Sachgeschäft an die Urne delegieren.» So stehe es in der Gemeindeordnung der Gachnanger Primarschule.

«Ich finde es ganz und gar nicht in Ordnung, dass die Schule über Jahre Steuern auf Vorrat eingezogen hat», sagt eine Votantin. Auch dieses Jahr zeichne sich wieder ein Millionenüberschuss ab. «Dank der aufgesparten neun Millionen Franken können wir die Neubauten teilweise abbezahlen und sparen so Zinsen und Amortisation», sagte Bürgi. Doch er räumte ein, dass die Budgetierung genauer werden müsse. Eine Erhöhung des Steuerfusses sei in den nächsten Jahren nicht zwingend notwendig. «Die Frage ist, ob wir mittelfristig fünf Prozent nach oben gehen wollen, um die Schulden etwas rascher tilgen zu können.»

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