Fussgänger, Food und Flüchtlinge

Die Flüchtlingsströme werden immer unübersichtlicher. Bald sollen sie auch von Norden her kommen. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die Österreicher und Ungarn die Schotten dichtmachen. Wer sich in der Geographie auskennt, weiss, dass Schottland im Norden liegt.

David Angst
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Die Flüchtlingsströme werden immer unübersichtlicher. Bald sollen sie auch von Norden her kommen. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die Österreicher und Ungarn die Schotten dichtmachen. Wer sich in der Geographie auskennt, weiss, dass Schottland im Norden liegt. Irgendwo müssen die Schotten ja dann hin – und so ist zu befürchten, dass viele von ihnen über den Rhein zu uns kommen werden. Und deshalb braucht der Thurgau mehr Grenzwächter.

Dafür weniger Fussgängerstreifen. Fussgängerstreifen sind im Unterhalt extrem aufwendig und sie nützen an vielen Orten kaum etwas. Zum Beispiel auf Waldwegen, wo nur Rehe und Wildsauen die Strasse überqueren. Oder in Bauerndörfern, wohin sich vielleicht einmal am Tag ein Automobilist aus der Stadt verirrt. Deshalb macht das Tiefbauamt nun Jagd auf überflüssige Fussgängerstreifen.

Dass die Leute auf dem Seerücken nicht auf Anhieb verstehen, weshalb man ihnen nun den Fussgängerstreifen wegradieren will, das leuchtet ein. Die werden sich dann schon daran gewöhnen, dass sie ihre Hühner nicht mehr auf der Strasse spazieren lassen dürfen.

Was wir am wenigsten brauchen, ist Laborfood – finden die Gegner des Agro Food Innovation Parks. Das Natürlichste wäre ohnehin, jeder würde auf den Acker gehen und die Kartoffeln gleich selber ausgraben, dann wäre man sicher, dass kein Lebensmitteltechnologe oder Chemielaborant sie irgendwie manipuliert hat. Falls man das aus Zeitgründen nicht kann, muss man strikt darauf achten, möglichst reine, unbearbeitete Nahrungsmittel zu kaufen.

Also: Keine Pastmilch, keine Zweifel-Chips, kein Emmi-Joghurt und keine Hero-Konfi. Das ist alles Laborfood – jedenfalls betreiben diese Firmen alle ein Labor. Wenn die Menschheit nur nicht eines Tages dafür büssen muss.

david.angst@thurgauerzeitung.ch