Fussball-Kiosk verliert sein Gesicht

Rosmarie Lehmann hat während 13 Jahren das Kiosk-Restaurant des SC Aadorf geführt. Die 76-Jährige und ihr Ehemann Werner, der sie stets unterstützte, wurden von den Fussballern verabschiedet. Die Nachfolge tritt Gaby Graf an.

Kurt Lichtensteiger
Merken
Drucken
Teilen
Werner und Rosmarie Lehmann übergeben an Gaby Graf. Herbert Müller ist für den Kiosk verantwortlich. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Werner und Rosmarie Lehmann übergeben an Gaby Graf. Herbert Müller ist für den Kiosk verantwortlich. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

AADORF. 13 Jahre sind eine lange Zeit. «Ich hätte nie gedacht, dass ich über ein Jahrzehnt den Kiosk des SC Aadorf betreiben würde», sagt Rosmarie Lehmann. Vor allem zu Beginn nicht, als sie vom Präsidenten des Fussballclubs, Hans-Joerg Schaub, angefragt worden sei. «Bereut habe ich den Entscheid aber nie», sagt Lehmann. Die Arbeit sei sehr befriedigend gewesen. Natürlich verbunden mit teils über zehnstündigen Einsätzen über das Wochenende und an Werktagen.

Bis tief in die Nacht hinein

Wenn die Senioren und Veteranen nach ihren Spielen verweilten, sei es hie und da schon vorgekommen, dass sie den Heimweg erst morgens um drei Uhr habe antreten können. Doch darüber tröstet die Tatsache hinweg, dass Alt und Jung, Junioren und Aktive ihren Einsatz stets zu schätzen wussten. «Ganz erfreulich war jeweils die spontane Hilfe von Clubmitgliedern, wenn Unterstützung gefragt war», sagt Werner Lehmann, der im Hintergrund seine Frau immer unterstützte.

Die Führung des Kiosk-Restaurants ist eine Herausforderung, denn man weiss nie genau, was alles auf die Betreiber zukommen kann. Eine unsichere Wetterlage oder ein unvorhergesehener Andrang von Spielern und Zuschauern können schon mal zur grossen Herausforderung werden. Um diese bei Spielen und Turnieren zu meistern, durfte das Ehepaar Lehmann auf ein verlässliches Helferteam zählen, das tatkräftig mithalf. «Wir fühlten uns wie in einer Grossfamilie, wo der Zusammenhalt noch etwas zählt», sagt Rosmarie Lehmann beim Saisonabschluss im Festzelt.

Auch etwas Wehmut

Nun können die gebürtige Embracherin und der um fünf Jahre jüngere Ehemann Werner, die bei ihren Gästen fast so etwas wie Kultstatus erreicht haben, das Leben in ruhigere Bahnen lenken. «Mit Befriedigung und auch etwas Wehmut blicken wir auf die vielen verbrachten Stunden zurück», sagen die beiden.

Ihre Nachfolge ist derweil geregelt: Die Aadorferin Gaby Graf mit Partner Markus Brütsch wird den Kiosk auf dem Sportplatz Unterwiesen übernehmen.