Fusion zweier Forstreviere

Das Forstrevier Bichelsee-Balterswil und der grösste Teil des Forstreviers Sirnach schliessen sich zusammen. Vor kurzem war die Gründungsversammlung. Mit dem Zusammenschluss per 1. September verbessert sich die finanzielle Lage.

Raoul Bigler
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Er übernimmt am 1. September: Hans Sturzenegger wurde zum Präsidenten des neuen Forstreviers Sirnach gewählt. (Bild: Nana do Carmo)

Er übernimmt am 1. September: Hans Sturzenegger wurde zum Präsidenten des neuen Forstreviers Sirnach gewählt. (Bild: Nana do Carmo)

Eschlikon. Die Erträge in der Forstwirtschaft sind gering. Die Waldflächen der Forstreviere Bichelsee-Balterswil und Sirnach sind zu klein, als dass sie jeweils einen eigenen Förster zu 100 Prozent anstellen könnten. Doch genau dies sei eine Zielsetzung des Kantons, sagt Franz Baumberger, Präsident und Kassier des Forstreviers Bichelsee-Balterswil. Dass die Fusion der beiden Reviere in diesem Jahr erfolgt, ist kein Zufall. Der Sirnacher Revierförster Peter Wohlfender geht am 1. September in Pension. Und auf diesen Zeitpunkt erfolgt auch der offizielle Zusammenschluss.

Auflösung verlief ruhig

Die Auflösungsversammlungen beider Reviere und die Gründungsversammlung waren am Montagabend in Eschlikon. Sowohl Baumberger als auch Hans Sturzenegger, Präsident des Reviers Sirnach und designierter Präsident des neuen Reviers sprechen von einem ruhigen Abend mit wenigen Voten. «Es gab im Vorfeld einzelne Stimmen, die kritisch waren», sagt Sturzenegger. Diese Waldbesitzer habe man aber beraten und beruhigen können. So war die Gründung des neuen Forstreviers Sirnach letztlich unbestritten. Als neuer Präsident wurde wie vorgesehen Hans Sturzenegger gewählt. Franz Baumberger wird voraussichtlich das Amt des Kassiers übernehmen. Bis im September führen die Vorstände der alten Reviere ihre Arbeit weiterhin noch aus.

Finanzen im Griff

Durch die Fusion kann nun auch die Zielvorgabe des Kantons gelöst werden. Dank der grösseren Waldfläche wird der Förster von Bichelsee-Balterswil, Claude Engeler, ab September im 100-Prozent-Pensum angestellt werden können. Und auch die finanzielle Lage des Reviers verbessert sich. Der Beitrag seitens des Kantons fällt höher aus. Das wirkt sich auch günstig auf die Kosten der Waldbesitzer aus. Bislang bezahlten Private jährlich 50 Franken pro Hektar an den Försterlohn, die Bürgergemeinden gar 140 Franken pro Hektar. «Der neue Jahresbeitrag ist für alle gleich, nämlich 40 Franken pro Hektar», sagt Sturzenegger.

Gut 400 Waldbesitzer umfasst das neue Forstrevier Sirnach. Auf Sirnacher Seite werden nicht alle Waldbesitzer zum neuen Revier gehören. Wer auf dem Gemeindegebiet Münchwilen nördlich der Autobahn Wald besitzt, wird ab September nicht mehr zum Forstrevier Sirnach, sondern zu Lommis-Affeltrangen-Wängi gehören. Das seien rund 20 Waldbesitzer sagt Sturzenegger. Eine spezielle Versammlung sei für deren Eingliederung im neuen Revier nicht nötig, sagt Sturzenegger. «Wir haben dem kantonalen Kreisforstingenieur aber die Organisation eines Willkommensapéros vorgeschlagen, damit sie sich nicht zu verloren fühlen.»

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