Für eine gemeinsame Sprache auf dem Bau

Die wichtigsten Baubegriffe und Messarten sollen mit einem Konkordat schweizweit harmonisiert werden. Ein Anliegen, das auch den Grossen Rat harmonisierte.

Christian Kamm
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Mit seiner Interpellation, die gestern diskutiert wurde, rannte SVP-Kantonsrat Stephan Tobler (Roggwil) offene Türen ein. Nicht nur die Regierung hält die Harmonisierung der Baubegriffe und Messweisen von Bauten über die Kantonsgrenzen hinweg für richtig. Auch alle Wortmeldungen liefen darauf hinaus. Niemand riet vom Konkordats-Beitritt ab.

Baudirektor Jakob Stark kündigte für das zweite Quartal 2009 eine entsprechende Botschaft an den Grossen Rat an, der über den Beitritt zu befinden hat. Das dürfte nach der gestrigen Debatte nur noch Formsache sein. Er sei kein Freund von Konkordaten, bekannte etwa Max Arnold (SVP, Weiningen), doch dieses macht auch in seinen Augen Sinn. Gleicher Meinung waren Gallus Müller (CVP, Guntershausen), der den heutigen Wirrwarr anprangerte sowie Cornelia Komposch (SP, Herdern): Der jetzige Wildwuchs sei ineffizient und führe zu erheblichem Mehraufwand.

Max Vögeli (FDP, Weinfelden) wollte sogar noch mehr: Mit Verweis auf die anstehende Revision des kantonalen Baugesetzes seien nicht nur die Begriffe zu harmonisieren, sondern auch die Voraussetzungen zu schaffen, damit die Gemeinden ihre Baureglemente entschlacken könnten.

Auch die Grünen gaben sich harmonisch – bis auf die Reihenfolge: Während Regierungsrat Stark das Parlament zuerst über das Konkordat befinden lassen und nachher erst das Baugesetz beraten will, plädiert die GP für die umgekehrte Reihenfolge.