Fünf Köpfe, ein Sitz

Für die Ersatzwahl eines Mitglieds des Stadtrates stellen sich fünf Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung. Betreffend der bevorstehenden Abstimmung zur Scheitingerwiese gehen die Meinungen auseinander.

Rahel Haag
Drucken
Teilen

Rahel Haag

rahel.haag

@thurgauerzeitung.ch

Nach dem Tod von Michael Traber wählen die Bürgerinnen und Bürger von Steckborn am 11. Juni ein neues Mitglied für den Stadtrat. Zur Auswahl stehen fünf Kandidatinnen und Kandidaten. Auffallend ist dabei, dass vier von ihnen parteilos sind.

Franz Augstburger sagt, seine Anliegen seien vor allem sozial- und umweltpolitisch. «Als Kleinunternehmer bin ich zudem gesellschaftsliberal.» Er lebte lange in Lateinamerika und ist jetzt als Berater tätig.

Michaela Dähler, Mutter einer 17- und einer 21-jährigen Tochter, würde sich selbst in der Mitte ansiedeln. «Dort findet man die besten Lösungen», ist sie überzeugt.

Reto Müller kandidierte bereits im Februar für den Stadtrat. Der Vater einer gut vierjährigen Tochter sagt über sich: «Ich wäre Teil des linken Flügels der SVP oder aber des rechten der SP.»

Auch Alexandra Schewelies Schmid stellte sich schon im Februar zur Wahl. Ihr liegt der sozialdemokratische Bereich am Herzen. «Ich möchte parteilos bleiben», sagt sie.

Petra Hoksbergen ist als einzige Kandidatin Mitglied einer Partei. Die gelernte Modedesignerin gehört der CVP an. «Durch meine Mitgliedschaft habe ich viele Menschen kennen gelernt und bin heute gut vernetzt.»

Falls am 11. Juni keiner der fünf Kandidatinnen und Kandidaten das absolute Mehr erreicht, wird am 9. Juli der zweite Wahlgang stattfinden. Nebst der Wahl eines neuen Stadtrats kommt die Volksinitiative Scheitingerwiese zur Abstimmung. Auch hierzu haben sich die meisten Stadtratskandidatinnen und -kandidaten bereits eine Meinung gebildet.

Aktuelle Nachrichten