Führung zu den unscheinbaren Schätzen

Drucken
Teilen
Eine Machtdemonstration: das Wappenfries im Repräsentationssaal von Schloss Frauenfeld. (Bild: PD)

Eine Machtdemonstration: das Wappenfries im Repräsentationssaal von Schloss Frauenfeld. (Bild: PD)

Frauenfeld Bei einem Streifzug durch das Schloss Frauenfeld stechen Glanzstücke wie die Mitra aus Kreuzlingen, der Feldbacher Altar oder die Schwaderloh-Fahne mit dem Fräuli und dem Leuli ins Auge. Manch ein Besucher verpasst es, den Blick an die Decke oder an die Wand zu richten – wo es nicht minder wertvolle Schätze zu entdecken gibt.

Dazu zählen etwa die geschnitzten Decken und bemalten Wände im Schloss. Künstler haben sich hier mit handwerklichem Können und Kunstsinn verewigt. Holzschnitzereien und Wandmalereien verraten viel über den Zeitgeist ihrer Entstehungsepoche.

Die Kunsthistorikerin Margrit Früh beleuchtet am Samstag, 24. Februar, um 15 Uhr an einer Führung die Hintergründe der meisterhaften Wand- und Deckenkunst im Historischen Museum Thurgau. Eine mittelalterliche Aussenmauer aus Gletschersteinen im Innenraum, Balken mit Schnitzwerk aus dem 13. Jahrhundert, kunstvoller Deckenstuck, der stolze Wappenfries der Landvögte, geschnitztes Täfer und biblische Malereien aus ehemaligen Thurgauer Klöstern – der Wand- und Deckenschmuck im Schloss Frauenfeld ist mannigfaltig und deckt eine breite Palette an Kunsttechniken ab, die sich über die Jahrhunderte verändert und entwickelt haben. Margrit Früh nimmt die ausdrucksstarken Werke genau unter die Lupe und ermöglicht Besuchern eine aufschlussreiche Tour d’Horizon durch die Thurgauer Kunstgeschichte. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig. (red)