Früher in den Kindergarten

Die Thurgauer Kindergärtnerinnen befassten sich an ihrer diesjährigen Konferenz mit dem neuen Lehrplan.

Werner Lenzin
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Im Vorfeld ihrer eigentlichen Konferenzgeschäfte befassten sich die 390 Thurgauer Kindergärtnerinnen mit dem Modul «Lern- und Unterrichtsverständnis». Dieses unterstützt die Lehrpersonen in ihrer Reflexion und Weiterentwicklung des Unterrichts. «Wir sind mit dem neuen Lehrplan Volksschule Thurgau gut unterwegs, und ich bin begeistert darüber, wie konstruktiv und intensiv sich die Kindergärtnerinnen mit der ganzen Thematik auseinandersetzen», freute sich Beat Brüllmann, Chef des Amtes für Volksschule. Er informierte darüber, dass die Folgen des früheren Kindergarteneintritts überprüft und im Frühling 2018 die Resultate erwartet werden. Und wie denkt er über den früheren Eintritt in den Kindergarten? «Dieser ist für mich OK, wenn die Kindergärtnerinnen adaptieren, dass die Kinder ein Viertel Jahr jünger sind». Zudem stehe es den Eltern frei, die Kinder ein Jahr später zu schicken.

Nein zur Lehrplan-Initiative

«Die Geschäftsleitung von Bildung Thurgau empfiehlt einstimmig, die Initiative <Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule ohne Lehrplan 21> abzulehnen», wandte sich Anne Varenne, Präsidentin Bildung Thurgau, an die Kindergärtnerinnen. «Bei einer Kompetenzverschiebung vom Regierungsrat zum Grossen Rat würden auch geringfügige Anpassungen in der Stundentafel oder im Lehrplan immer dem parlamentarischen Prozess unterliegen und grossen, langwierigen Aufwand verursachen.»

Einstimmig wählte die Konferenz die Frauenfelder Kindergärtnerin Nicole Gfeller neu in den Vorstand. Neu ist Heidi Osterwalder für die Fachgruppe Natur, Mensch und Gesellschaft verantwortlich, und Sandra Reusser übernimmt die Fachgruppe Medien und Information.