Freundschaftsdienst: Europameister hält Rede

Andreas Schmid überzeugte Spitzenathlet Kariem Hussein, am 1. August in Wagenhausen zu sprechen.

Gudrun Enders
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Europameister Kariem Hussein neben Freund Andreas Schmid, Unternehmensentwickler. (Bild: pd)

Europameister Kariem Hussein neben Freund Andreas Schmid, Unternehmensentwickler. (Bild: pd)

Sie haben Kariem Hussein als 1.-August-Redner für Wagenhausen gewonnen. Wie geht das?

Andreas Schmid: Das geht relativ einfach, wenn man gut befreundet ist und sich schätzt.

Woher kennen Sie ihn denn?

Schmid: Ich bin in Tägerwilen aufgewachsen und mit seiner Schwester in die Oberstufe gegangen. Wir haben als Jugendliche zwei Filme gedreht und kamen so in intensiven Kontakt. Ich war schon damals viel bei Familie Hussein daheim.

Hat Kariem Hussein bei den Filmen mitgewirkt? Was war Ihr Part?

Schmid: Beim ersten Film hat er einen militärischen Sekretär gespielt, beim zweiten den Handlanger des Bösewichts. Ich war Regisseur, Co-Produzent und habe die Hauptrolle gespielt. Der zweite Film, «The Conspiracy», lief vor zehn Jahren in 26 Kinos.

Warum die Rede in Wagenhausen?

Schmid: Ich arbeite für Harry Müller in der Unternehmensentwicklung seiner Firmen, vor allem, um seine Nachfolge zu regeln. Da er auch Gemeindepräsident in Wagenhausen ist, hat er mich gefragt, ob ich nicht meinen Freund wegen der Bundesansprache anfragen könnte.

Wird Hussein für die Rede bezahlt?

Schmid: Die Gemeinde zahlt ihm nichts, das ist ein Freundschaftsdienst. Kariem sieht dies als Herausforderung, zudem sind ihm die Schweiz und der Kontakt zu den Menschen wichtig. Er wird auf dem Speckhof eine Rede halten, die zum 1. August passt. Danach wird es möglich sein, Autogramme von ihm zu erhalten.