Frauenrundgang mit neuer Station

Zum 10. Geburtstag lud das Thurgauer Frauenarchiv am Samstag zu einen Stadtrundgang auf Frauenspuren in Frauenfeld. Dieser enthielt erstmals das Porträt der ersten Kantonsschul-Hauptlehrerin Flora Styger.

Katrin Zürcher
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frauenfeld. Fragte eine junge Frau Flora «Fleur» Styger um Rat, ob sie sich mit einem bestimmten Mann einlassen solle, bekam sie zur Antwort: «Ja, tu' s, was man gehabt hat, hat man gehabt.» Diese Anekdote erzählte Verena E. Müller den zwei Dutzend Frauen und einem Mann, die am Samstag zur Stadtführung auf Frauenspuren in Frauenfeld gekommen waren. Eingeladen hatte das Thurgauer Frauenarchiv, das in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag feiert.

Die Publizistin und Historikerin Verena Müller schenkte dem Frauenarchiv das von ihr verfasste Porträt über Fleur Styger; es wird ab sofort Teil des bewährten Frauenrundgangs sein.

Zwölf Stationen umfasst der Frauenrundgang in der Kantonshauptstadt. Dabei wird an den originalen Stätten das Leben und Wirken verschiedenster Frauen vorgestellt, so etwa von Olga Mötteli, die vor rund hundert Jahren «die Flora des Kantons Thurgau» aufgearbeitet hatte, oder Dorothea Dumelin-Greuter, die Anfang des 19.

Jahrhunderts von ihrem Mann mit fünf Kindern sitzengelassen wurde und die Gerberei an der Murg allein weiter betrieb.

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