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FRAUENFELD/GACHNANG: «Geräusch wie ein Glaubensbekenntnis»

Begegnungen auf höchstem Niveau gab es beim Motocross-GP nicht nur auf der Strecke. Im VIP-Zelt begrüssten sich Gäste aus Politik und Wirtschaft. Und die Promis plauderten aus dem Nähkästchen.
Margrith Pfister-Kübler
Geschäftsleiter der Schweizer Zucker AG Joachim Pfauntsch mit seiner Frau Petra sowie Nationalrat Hansjörg Walter mit seiner Gattin Madeleine.

Geschäftsleiter der Schweizer Zucker AG Joachim Pfauntsch mit seiner Frau Petra sowie Nationalrat Hansjörg Walter mit seiner Gattin Madeleine.

Margrith Pfister-Kübler

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Scharfsichtig beobachtet Grossratspräsidentin Heidi Grau die waghalsigen Sprünge der Athleten. Ihr Mann Peter Grau erlebt alles ebenfalls aus nächster Nähe. Würde sie mitfahren, wenn sie von einem Motocrossathleten dazu eingeladen würde? Sie überlegt kurz, schmunzelt, schaut den rasenden und fliegenden Fahrern nach. «Die Sitzgelegenheit ist zwar nicht gerade ideal, aber wenn einer mich mitnehmen würde, würde ich es wagen und dem Fahrer voll vertrauen. Lieber wäre mir allerdings ein Mitfahren in einem Seitenwagen.»

Heidi Grau lobt den Anlass als spannendes Highlight des Kantons für die Sportler wie für das Publikum mit weltweiter Beachtung. Und die Hochseeseglerin Heidi Grau gesteht: «In ganz jungen Jahren bin ich ‹Schnapperli› gefahren.» Willy Läder­ach, OK-Präsident des Motocross-Grand-Prix of Switzerland (MXGP), taucht auf. Er geniesst es richtig, denn er und sein Anlass werden rundum hochgelobt. Allerorts heisst es «Chapeau!». Schliesslich wurde dafür auch viel geschuftet. Läderach drückt zuallererst seine Wertschätzung aus an die rund 480 Helfer, die einen sensationell guten Job machen. Er formuliert Dankbarkeit an die Behörden und den Geschäftsleiter der Schweizer Zucker AG: «Ohne Joachim Pfauntsch gäbe es diesen Anlass nicht.» Petra und Joachim Pfauntsch sprechen mit emotionalem Schwung: «Super ausgefeilt ist der diesjährige Anlass, noch professioneller als letztes Jahr.» Als sich Pfauntsch einst als 21-Jähriger noch kein Auto leisten konnte, ist er Töff gefahren.

Nur von Amtes wegen neutral

Nationalrat und Vize-Verwaltungsrat der Zucker AG Schweiz, Hansjörg Walter, ist mit Ehefrau Madeleine dabei. Jedermann kennt ihn. Er erzählt, wie er im Februar dieses Jahres in Lappland mit dem Schneetöff gefahren ist, Ehefrau Madeleine auf dem Sozius: «Er wollte immer Schlangenlinien fahren», lacht Madeleine. Die VIPs kennen sich. Küsschen hier, Küsschen da. Mario Sacchetti, Generalsekretär des Departments für Bau und Umwelt: «Von Amtes wegen bin ich neutral, uns geht es vor allem um den Bodenschutz. Privat finde ich diesen Anlass eine ultracoole Sache.» Rundum begeistert zeigt sich auch Max Koller, CEO Convia Frauenfeld, ehemaliger Töfffahrer und heute töffabstinent, weil die Zeit fehlt: «Schon der Sound reisst einen mit», schwärmt Koller und Kurt Naef, CEO Haba in Tuttwil, nickt als Kenner der Lage: «Ich liebe das Motorengeräusch». Es tönt wie ein Glaubensbekenntnis. Er unterstreicht seine Begeisterung mit der Information: «Ich fahre in Spanien Enduro.» Wieder mit Blick aufs MXGP-Wettkampfgelände schwärmt er von der friedlich-heiteren Stimmung rund um die Strecke: «Wie bei einem Schwingfest, volkstümlich fröhlich, kein Ärger, die Töffler sind wirklich friedliche Leute.» Peter Bär, Chef Sportamt Thurgau, bewundert die Athleten. Und dann ist da einer, der frei gesteht, dass er mit Töfffahren privat «gar nichts am Hut hat», aber dafür gesorgt hat, dass das SRF erstmals den MXGP überträgt: Roland Mägerle, Leiter SRF Sport, begleitet von Töchterchen Alina und Sohn Yannis. «Ich bin beeindruckt von der Kondition dieser Athleten», sagt er mit ehrlicher Stimmlage. Weil dieser Anlass im 2016 weltweit ausgezeichnet wurde, lockte dies auch Nationalratspräsident Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olympic, nach Frauenfeld. Willy Läderach präzisierte, dass nicht Frauenfeld, sondern Gachnang als Austragungsort zuerst genannt werden muss: «Der Parcours ist auf Gachnanger Terrain.» 26, 29

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