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FRAUENFELD: Zweites Gleis für höheren Takt

Im Lüdem will die Wiler-Bahn eine Kreuzungsstelle bauen, um künftig im Viertelstundentakt zu fahren. Die Haltestelle Murkart wird deswegen aufgehoben. Die beiden Bauprojekte liegen nun öffentlich auf.
Stefan Hilzinger
Der zweite Perron im Lüdem entstünde südlich versetzt strassenseits. Hier würden die Züge in Richtung Wil halten. (Bild: Donato Caspari)

Der zweite Perron im Lüdem entstünde südlich versetzt strassenseits. Hier würden die Züge in Richtung Wil halten. (Bild: Donato Caspari)

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

Zwei Gleise und zwei Perrons: Die Siedlung Lüdem bei Frauenfeld bekommt per Ende 2019 einen grossen Bahnhof. Denn die Frauenfeld-Wil-Bahn (FWB) will dort eine Kreuzungsstelle bauen. Es geht um knapp 400 Meter zusätzliches Gleis, Weichen und Aussenperrons, die nötig sind, damit das Wiler-Bähnli dereinst jede Viertelstunde nach Wil rauschen kann. Ausserdem werden gut einen Kilometer weiter Richtung Wil die Kreuzungsstelle und die Haltestelle Murkart aufgehoben. Schon ab Ende nächsten Jahres sollen dort keine Züge mehr halten, um eine halbe Minute Zeit zu gewinnen.

Bauvorhaben beansprucht Kulturland

Die beiden Vorhaben der FWB sind seit längerem bekannt, doch nun liegen die Baupläne auf der Frauenfelder Verwaltung öffentlich auf. Formal handelt es sich um ein ordentliches eisenbahnrechtliches Plangenehmigungsverfahren unter der Obhut des Bundesamtes für Verkehr. Das neuerliche Bauvorhaben im Lüdem beansprucht Land. Es geht um einen Streifen von rund acht Metern Richtung Siedlung entlang der jetzigen Gleisanlage. Mit drei der vier Landbesitzer ist die Bauherrin laut Gesuchsunterlagen handelseinig, bezüglich der vierten Partei sei man auf Kurs. «Die Verhandlungen laufen und werden in Kürze abgeschlossen sein», sagt Sabrina Huber, stellvertretende Mediensprecherin der FWB. Auch etwas Wald muss gerodet werden, um Platz für die Bahnanlagen zu schaffen. Hier geht es um 116 Quadratmeter (je rund die Hälfte im Lüdem und in der Murkart. «Diese wird auf einer Parzelle der Bürgergemeinde Frauenfeld aufgeforstet.» Die Investitionen betragen laut Baugesuch 12,7 Millionen Franken, wovon 9,5 Millionen auf den Ausbau im Lüdem entfallen. Das Geld kommt aus dem Bahninfrastrukturfonds des Bundes. Für das Genehmigungsverfahren ist das nächste Jahr eingeplant. Ab 2019 soll gebaut werden, zuerst die neue Kreuzungsstelle, dann erfolgt der Rückbau der Anlage in der Murkart. Das Projekt soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Laut Baugesuch ist in der Bauphase mit wöchentlich bis zu 108 LKW-Fahrten zu rechnen, vier Fünftel davon am Tag. Der Grenzwert liegt bei 330 Fahrten pro Woche. FWB-Direktor Thomas Baumgartner signalisierte an einer Info-Veranstaltung im vergangenen Frühjahr die Bereitschaft, über Lärm- und Sichtschutzmassnahmen zu diskutieren. Die Bewohner der Siedlung Lüdem befürchten zusätzlichen Lärm, den sie schon während der Bauarbeiten an der Hauptstrasse und am neuen Bahnübergang zu dulden hatten.

Mehr Züge erst nach Ausbau Jakobstal

Mit dem Bau der Kreuzungsstelle Lüdem wird der Viertelstundentakt noch nicht Tatsache. Dazu braucht es eine weitere in Wängi-Jakobstal. «Der Bau dieser Kreuzungsstelle erfolgt erst ab etwa 2021», sagt FWB-Sprecherin Huber. Ab dann erst könnte der Viertelstundentakt auch Teil einer neuen Leistungsvereinbarung zwischen Kantonen und der Wiler-Bahn sein.

Planauflage bis 22. Januar 2018, Amt für Hochbau und Stadtentwicklung, Schlossmühlestr. 7

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