Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

FRAUENFELD: Zentrum mit Charme

Das Quartier Vorstadt bildet den Kern der Stadt. Einst begrenzten Wassergraben und Mauerwerk das historische Zentrum. Heute bietet es als Wohn- und Arbeitsort sowie dank Parkanlagen viel Lebensqualität.
Géraldine Bohne
Quartiervereinspräsident Hanspeter Kanz vor dem Schloss Frauenfeld. (Bilder: Donato Caspari)

Quartiervereinspräsident Hanspeter Kanz vor dem Schloss Frauenfeld. (Bilder: Donato Caspari)

Géraldine Bohne

geraldine.bohne

@thurgauerzeitung.ch

Schloss, Rathaus, Regierungsgebäude, Kantonsschule, Kantonsbibliothek, Obergericht sowie die zwei Stadtkirchen in der Altstadt. Hier ist an allen Ecken und Enden Stadt- und auch Kantonsgeschichte zu finden. «Zentrum» wäre für das Quartier wahrscheinlich der passendere Name als «Vorstadt», denn das Gebiet bildet das Herz Frauenfelds. Seit über 750 Jahren hat sich aus dem Kern heraus eine Stadt entwickelt. Der Ursprung Frauenfelds liegt hier im Quartier, zwischen der katholischen Stadtkirche St. Nikolaus und dem Schloss. Dieses Gebiet war im Mittelalter umgeben von Mauern und Wassergraben. Frauenfeld war eine kleine Festung.

Das Schloss bildet das Wahrzeichen des Quartiers und der Kantonshauptstadt. Es ist das älteste Gebäude Frauenfelds. Ursprünglich nutzen es die Kyburger als ihren Verwaltungssitz, später die Habsburger. Niedere Adlige siedelten um das Schloss. Danach wechselte der Besitz zur der Eidgenossenschaft und dann zum Kanton. «Zu einer Zeit, als es nicht mehr der Regierungssitz war, wollte man das Wahrzeichen gar abbrechen», erklärt Lokalhistoriker Angelus Hux.

Arbeitsplätze hat es hier reichlich

Heute leben keine Adligen mehr im Quartier, doch die schönen Gebäude sind der Stadt erhalten geblieben. So tragen sie im Zentrum immer noch einen Charme mit sich. Boutiquen, Juweliere, Optiker und eine Bäckerei hat es in der Altstadt, auf der Promenade ist jede Woche Markt. Das Quartier sei sehr belebt, nur am Samstagabend und Sonntag sei nicht viel los, weiss Quartiervereinspräsident Hanspeter Kanz. Einzig wenn Jahrmarkt oder ein grosses Fest ist, trifft sich die Bevölkerung in der Stadtmitte.

Es habe viele Vorteile, hier zu leben, weiss Hanspeter Kanz. «Arbeiten und Wohnen liegen oft nur 15 Minuten voneinander entfernt.» Ansonsten sei von der Vorstadt her alles gut erreichbar, Busse und Züge kommen im Quartier an. Viele Verkaufsstätten und Dienstleistungsangebote befinden sich ausserdem im Stadtzentrum. «Wir haben alles Wichtige hier», sagt der 53-Jährige. Auch Jobs hat es reichlich. Es ist, laut den Einwohnerdiensten, das Quartier mit den meisten Arbeitsplätzen in Frauenfeld. Viele Leute würden aus anderen Orten hierher kommen, um im Quartier zu arbeiten, sagt Kanz.

Trotzdem werde es im Allgemeinen ruhiger in der Innenstadt, denn viele Geschäfte verlegen ihren Standort an den ­äusseren Stadtrand. «Das Schlech­teste, was passieren könnte, wäre, dass es alle nach aussen zieht», sagt Kanz. Grossverteiler wie Migros und Coop haben in der Peripherie bereits Filialen. Das liege am Platzmangel, denn in früheren Zeiten sei noch alles in der Innenstadt gewesen, sagt Kanz. Trotzdem zieht es aber auch Geschäfte in das Stadtzentrum. So ist der Bau des Moderiesen H&M ein grosses Thema. «Auch die Hauptpost und die Umnutzung des Stadtkasernenareals stellen momentan grosse Bauprojekte dar», sagt Kanz.

Das Quartier bietet viel Abwechslung. So kann man hier nicht nur shoppen gehen, sondern auch Museen besichtigen, entspannen oder Bücher ausleihen. «Schön ist es in den beiden Pärken, dem botanischen Garten und dem Burstelpark», sagt Hanspeter Kanz, Fachleiter Telematik. Es sei gut, habe es inmitten der Stadt noch solche Grünflächen. Dort tummeln sich über Mittag oftmals die Kantischüler, deren Schule auch im Quartier steht. «Hier ist es bevölkerungsmässig bunt durchmischt», sagt Kanz – im Stadtkern, wo mittlerweile keine Adligen mehr leben, sondern Menschen, welche die Lebensqualität und zentrale Lage schätzen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.