FRAUENFELD: Worum es bei Konflikten wirklich geht

«Sicher sein» lautete das Motto des Tages der Frauenfelder Wirtschaft am Mittwoch. Historiker Daniel Ganser und Börsenkorrespondent Jens Korte warfen einen Blick auf die Weltpolitik zwischen Moskau, Peking und Washington.

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Veranstalter und Gastgeber des Tages der Frauenfelder Wirtschaft: Oliver Vietze, Präsident Industrie- und Handelsverein Frauenfeld; Jens G. Korte, Referent; Urs Schönholzer, Gewerbe Thurgau, Region Frauenfeld; Anders Stokholm, Stadtpräsident Frauenfeld; Oberst i Gst Felix Keller, Waffenplatzkommandant Frauenfeld. (Bild: pd)

Veranstalter und Gastgeber des Tages der Frauenfelder Wirtschaft: Oliver Vietze, Präsident Industrie- und Handelsverein Frauenfeld; Jens G. Korte, Referent; Urs Schönholzer, Gewerbe Thurgau, Region Frauenfeld; Anders Stokholm, Stadtpräsident Frauenfeld; Oberst i Gst Felix Keller, Waffenplatzkommandant Frauenfeld. (Bild: pd)

FRAUENFELD. Zum fünften Mal führten der Industrie- und Handelsverein Frauenfeld, Gewerbe Thurgau der Region Frauenfeld und die Stadt Frauenfeld den Tag der Frauenfelder Wirtschaft durch. Unter dem Motto «Sicher sein» wurde am Mittwoch vorgetragen und diskutiert. Am Morgen zeigte der Historiker und Friedensforscher Daniel Ganser eindrücklich auf, worum es bei vielen Konflikten wirklich geht: um die endlichen Ressourcen.

Eine Zahl brennt sich ein

Unter anderem blieb eine Zahl seiner Ausführungen besonders in den Köpfen der Gäste: 90 Millionen Fässer Öl werden pro Tag auf der Welt verbraucht. Das zeigt eindrücklich die Abhängigkeit auf. Seine Art, komplexe Sachverhalte einfach und verständlich darzubieten, begeisterte den gesamten Rathaussaal zur frühen Morgenstunde. Ganser regte mit seinem Referat viele Diskussionen an, die auch am Abend beim zweiten Teil am Tag der Frauenfelder Wirtschaft weitergeführt wurden.

Der Abendanlass in einer der Panzerhallen der Kaserne Auenfeld fand vor über 350 Gästen aus Wirtschaft und Politik statt. Mit Spannung wurde das Referat von Jens G. Korte, dem in New York lebenden Börsenkorrespondenten, erwartet. In seinem Referat «No risk – no fun» nahm er aus aktuellem Grund auch die Präsidentschaftswahlen in Amerika unter die Lupe. Weiter beleuchtete er verschiedene Aspekte, unter anderem den Respekt vor China, die Veränderung der Herkunft der Menschen in Amerika und die Werteveränderungen, die zum Beispiel bei den «Millennials» stattgefunden habe. Am Ende seines Vortrages verkündet er das Ergebnis zur anfänglich gestellten Frage: Was glauben Sie, wer gewinnt den US-Wahlkampf – rot für Trump, blau für Clinton? Die Gäste wurden dann zur Abstimmung gebeten. Clinton gewann mit grossem Vorsprung – das die Tendenz in der Panzerhalle im Auenfeld.

Gemütlicher Ausklang

Während des Nachtessens, das bereits traditionellerweise aus «Ghackets und Hörnli» besteht, unterhielten sich die Gäste angeregt. Viele der Teilnehmer liessen sich auch die Chance nicht entgehen und informierten sich aus erster Hand über die Ausbaupläne der Armee am Standort Frauenfeld. (red.)