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FRAUENFELD: Vom Familientisch in den Rathaussaal

Kantonsschüler Tobias Götz bringt Politik unters Volk. Als Maturaarbeit veranstaltet er eine Podiumsdiskussion zum Thema Zukunft.
Stefan Hilzinger

Peter Hartmeier findet das Vorhaben bemerkenswert. «Toll, wie sich junge Leute in der Ausbildung für ihre Projekte einsetzen», sagt der Publizist und frühere Chefredaktor und Verleger der «Thurgauer Zeitung». Kommenden Montag moderiert der Medienprofi im Frauenfelder Rathaus eine Podiumsdiskussion zum Thema «Tomorrow» (siehe Infokasten).

Hinter dem Anlass steht der Frauenfelder Kantonsschüler Tobias Götz. Er hat den Abend als Teil seiner Maturaarbeit organisiert. «Wir führen am Familientisch häufig politische Diskussionen», sagt Götz. Politik und Gesellschaft interessieren ihn stark. Aus diesem Interesse ist in Zusammenarbeit mit Staatskunde-Lehrer Urban Schertenleib das Projekt für seine Maturarbeit erwachsen. «Organisation, Durchführung und Nachbearbeiten eines öffentlichen Podiumsgesprächs», heisst die Aufgabe.

Zwölf Personen angefragt, vier sagen zu

Mit dem Anlass am kommenden Montag ist die Aufgabenerfüllung nun in greifbarer Nähe. Doch es brauchte einiges an Aufwand, den Anlass auf die Beine zu stellen. Zwölf Personen hat er für die Teilnahme am Podium ­angefragt. Schliesslich ist es ihm geglückt, vier prominente Unternehmer und Politiker zu verpflichten, unter anderem Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler. «Erschwerend war, dass nur jemand aus dem Thurgau sein durfte», sagt er.

Dafür habe er vom Beziehungsnetz seines Vaters Hugo E. Götz profitieren können, dem früheren Direktor der Hochschule für Wirtschaft Zürich. Sponsoren halfen ihm mit der Werbung, die Stadt stellt den Saal gratis zur Verfügung und spendiert den Apéro.

Organisator rechnet mit älterem Publikum

Das Thema «Tomorrow» mit relativ viel inhaltlichem Spielraum hat Götz bewusst gewählt. «Ich will kein politisches Hickhack». Um den Grossen Bürgersaal möglichst zu füllen, hat er in den vergangenen Wochen rund 250 Personen mit Einladungen bedient: die Thurgauer Bundesparlamentarier ebenso wie Kantonsräte und Lokalpolitiker. Auch die hiesigen Parteien und Wirtschaftsverbände haben Post erhalten und selbstverständlich auch die Medien. Schliesslich soll der Anlass auch da ein gewisses Echo auslösen. Obwohl auch die Mitschüler an der Kanti im Bilde sind, rechnet Götz eher mit einem älteren Publikum.

Eigene politische Ambitionen hegt der 17-Jährige noch keine, er versteht sich als Beobachter. «Mich interessieren die verschiedenen politischen Systeme und unterschiedlichen Ansichten», sagt Götz. Beim Thema «Tomorrow» nehme ihn wunder, was künftig die Welt bewegt. «Was geschieht mit dem Euro? Wie verändert Migration unsere Gesellschaft?» Im kommenden Sommer wird Götz sein Reifezeugnis in der Tasche haben, wenn alles wie geplant verläuft. Welches Studium reizt ihn? «Ich mache ein Bankpraktikum und studiere anschliessend.»

Stefan HIlzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

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