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FRAUENFELD: Viel Raum zum schauspielerischen Austoben

Die Seniorenbühne begeisterte am Sonntagnachmittag das Publikum gleich mit zwei Theaterstücken: «Auge zue und dure» sowie «Die Geister, die wir riefen». Am 10. Februar sind die beiden Lustspiele im Pfarreizentrum Klösterli erneut zu sehen.
Das Gespenst sorgt für schlechtes Gewissen bei der erbgierigen Claire (Rita Oswald) und für Mut beim unter dem Pantoffel stehenden Ehemann Ottokar (Ruedi Ambühl). (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Das Gespenst sorgt für schlechtes Gewissen bei der erbgierigen Claire (Rita Oswald) und für Mut beim unter dem Pantoffel stehenden Ehemann Ottokar (Ruedi Ambühl). (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Schon das Empfangsspiel des Drehorgelmannes José Keller im Foyer des Casinos bot akustische Heiterkeit. «Die Seniorenbühne-Leute sind witzig, grundsätzlich», erklärte eine Fan-Gruppe beim Blick in den gut besetzten Saal. Auf der Bühne begrüsste Präsidentin Erika Trummer das Publikum zur Eröffnung der Theatersaison 2018. Und schon ging’s los mit dem Lustspiel «Auge zue und dure». Die Handlungen boten viel Raum für schauspielerisches Austoben: Margrit Isenring als Gemeindeschreiberin, Christian Eichelberger als Finanzverwalter, Ruth Heiniger als Frau Gemeindeammann, Romeo Favero als Ehemann der Frau Gemeindeamman, der 87-jährige Cyrill Fraefel als Neuzuzüger und ältester Mitspieler, Alice Jörg als Archivinspektorin, Vreni Herder in einer Männerrolle als TV-Reporter, und Rita Keller als Frau Bundesrat. In der Gemeindekanzlei Hinterdemberg ging’s zu und her wie hinter dem Berg.

Behördenarbeit wurde oberschlau erledigt, mit trockenem Humor ging alles locker von der Zunge. Geldmangel herrschte, Zuzüger fehlten, und als sich ein Zuzüger anmelden wollte, wurde es schwierig. Hinter dem Geplauder verbarg sich viel Bauernschläue. Die Archivinspektorin (Alice Jörg) mit ihren kuriosen Funden entzückte, von der Maus im Archiv bis zum Skelett, vom Playboy bis zum Herzschmerz. «Ich habe hier ein Amt und keine Meinung», zog sich der Finanzverwalter (Christian Eichelberger) aus der Schlinge.

Der Countdown lief: Es folgte die zweite Inszenierung: «Die Geister, die wir riefen.» Hier warf die Erbschaft eines Bauernhofes vom kinderlosen Onkel Godi einiges durcheinander. Rösli, Bäuerin vom Lindenhof (Edith Heim), Magd Annekäthi (Peggy Josef), Knecht Guschti (Walter Strub), Erbschleicherin Claire und Schwester von Rösi (Rita Oswald), Geisterjäger Harzenmoser (Wolfgang Hintze) und Geisterjäger-Helfer (Eduard Dätwyler) liessen es fetzen. Das Publikum amüsierte sich köstlich. Hinterlist, Humor und Gespenster verführten bis zum Schluss. Rund ums «cheibe Testament» wurden grossartige Charaktere inszeniert. Besonders die erbgierige Rösi (Rita Oswald) mit ihrem unter dem Pantoffel stehenden Ehemann Ottokar (Ruedi Ambühl) lösten viel Heiterkeit aus.

Es war echtes Theater, an Hirn und Herz, an Auge und Ohr wurde appelliert und immer wieder mit Szenenapplaus bedacht. Grossartig menschlich, irdisch schön war die schauspielerische Leistung beider Theatergruppen. Und der Einsatz im Souffleurkasten half, dass keine Worte ausgelassen wurden. (kü)

Eine weitere Vorstellung der Seniorenbühne findet am Samstag, 10. Februar, um 19.30 Uhr im katholischen Pfarreizentrum Klösterli statt.

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