FRAUENFELD: Verwüstung in der Velostation

Unbekannte haben zuletzt die Schliessfächer in der P&R-Halle chaotisch zurückgelassen. Laut dem Werkhof ist das kein Einzelfall. Eine Lösung ist jedoch in Sicht.

Christian Ruh
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So hinterliessen die Vandalen die Schliessfächer. (Bild: Christine Luley)

So hinterliessen die Vandalen die Schliessfächer. (Bild: Christine Luley)

Die Fächer aufgerissen, überall liegen Kleidungsstücke herum, von Turnschuhen über Oberteile bis zu einer einzelnen Socke. Plastiksäcke, Essensreste, eine Bierdose liegt auf dem mit Cola verklebten Boden. Dieser Anblick bot sich, wenn man sich am vergangenen Samstag im Eingang der Velostation am Bahnhof wiederfand.

Dies ist laut Markus Graf, Leiter Werkhof Frauenfeld, nicht zum ersten Mal der Fall: «Es ist uns bekannt, dass die Schliessfächer öfters als Umschlagplatz für Randständige benutzt werden. Zwei Mal wurde sogar schon eines der Schliessfächer aufgebrochen.»

Velos sind gesichert – Schliessfächer nicht

Die Geschichte der Velostation reicht bereits fünf Jahre zurück. Im Mai 2012 lancierte der Verein Pro Velo Thurgau eine Petition für eine Velostation am Bahnhof Frauenfeld, um einen sicheren Abstellort für ihre Velos zu haben. Anfang 2014 gab der Stadtrat grünes Licht für den Bau in der P&R-Halle, einer ehemaligen Reithalle der Armee zwischen Bahnhofstrasse und Bahnlinie. Im Juni wurde dann die Station mit 125 Abstellplätzen für Velos eröffnet. Die Velos werden in einem gesicherten Bereich abgestellt, der auf beiden Seiten mit Türen gesichert ist. Wer sein Velo darin abstellen will, muss dafür ein Ticket erwerben. Die zugehörigen Schliessfächer befinden sich aber im Eingangsbereich des Gebäudes und sind somit für jedermann zugänglich.

Massnahmen gegen die Verunstaltung der Schliessfächer seien bereits angedacht, sagt Markus Graf. «Der Plan ist es, die Schliessfächer in naher Zukunft in die Velostation hinein, und somit hinter die kostenpflichtigen Türen zu versetzen.»

Polizei führt Stichproben-Kontrollen durch

Der Kantonspolizei Thurgau seien bezüglich Sachbeschädigung am vergangenen Wochenende bei der Velostation keine Meldungen bekannt. Dies teilt Mario Christen, Pressesprecher der Kantonspolizei, mit. Die Kantonspolizei sei im ganzen Stadtgebiet präsent und führe Kontrollen durch, «so auch in der Umgebung des Bahnhofs, wo zusätzlich ein privates Sicherheitsunternehmen im Auftrag der Stadt patrouilliert.»

Christian Ruh

christian.ruh@thurgauerzeitung.ch