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FRAUENFELD: Unia Säntis-Bodensee: Die Führung bleibt professionell

Knapp mehr als ein Jahr nach der Neustrukturierung zieht die Gewerkschaft Unia eine positive Bilanz. Der Zusammenschluss zur Sektion Säntis-Bodensee sowie weniger Gruppen im Kanton haben sich bewährt.
Kurt Peter
Der Präsident der Unia-Sektion Säntis-Bodensee, Peter Lenggenhager, im Gespräch. (Bild: Reto Martin)

Der Präsident der Unia-Sektion Säntis-Bodensee, Peter Lenggenhager, im Gespräch. (Bild: Reto Martin)

Kurt Peter

thurgau@thurgauerzeitung.ch

Peter Lenggenhager ist Präsident der Unia-Sektion Säntis-Bodensee und vertritt damit über 8000 Mitglieder. Er sieht die Neustrukturierung der Gewerkschaft als Erfolg, «auch wenn es seine Zeit brauchte, bis auch die Skeptiker die Neuorganisation akzeptiert hatten».

Auslöser für die Massnahmen waren die vielen kleinen Sektionen und Gruppen, die es bis anhin gab. Das brachte das Problem mit sich, genügend Vorstandsmitglieder zu gewinnen. Eine Arbeitsgruppe habe sich daher mit der Neustrukturierung beschäftigt. Dabei seien nach wie vor flache und einfache Strukturen, gleiche Leistung für alle Mitglieder und der Ausbau der Nähe zu diesen im Zentrum gestanden.

Ziel der Neuorganisation war, dass «die neue Struktur die Unia-Region in den nächsten fünf Jahren gewerkschaftspolitisch und finanziell zu einer der besten entwickelt», wie Peter Lenggenhager zurückblickend sagt. Vor- und Nachteile seien in der Arbeitsgruppe intensiv abgewogen worden, doch die besser strukturierte Organisation der nur noch zwei statt vier Sektionen in der Ostschweiz habe überzeugt. Neu gibt es die beiden Sektionen Säntis-Bodensee und Rhätia-Linth. Durch die neue Struktur seien auch die Interessensgruppen «Frauen», «ausländische Arbeitnehmer» und «Jugend» regional gestärkt worden.

Bedingung für die Neustrukturierung sei zudem gewesen, dass bei den Schalterstunden keine Reduktion stattfinde. «Wir haben eine optimale Stellenbesetzung und eine einfachere, professionellere Führung der Sektionen», ist Lenggenhager nach knapp mehr als einem Jahr überzeugt. Die Nachteile: Es gebe grössere Vorstände in den Sektionen und die Anfahrtswege zu den Sitzungen seien länger geworden. «Doch das trifft nur die Unia-Spitze, die Mitglieder spüren diese Veränderungen nicht.» Die vorhandenen Sekretariate blieben bestehen.

Das Unia-Sekretariat für den Kanton Thurgau befindet sich im Moment noch in Kreuzlingen, geplant ist ein Umzug nach Weinfelden. «Bis Ende Jahr wollen wir mit unserem Büro ins Zentrum des Kantons umziehen», bestätigt Lenggenhager.

Lohndruck in allen Branchen

Im Thurgau habe die Neustrukturierung veränderte Gruppen geschaffen. Neu gebe es nur noch drei statt wie früher sechs: Oberthurgau, Frauenfeld-Weinfelden sowie Kreuzlingen-Steckborn. «Die Gruppen kümmern sich um Mitgliederwerbung, um interne Anlässe sowie Aktionen», beschreibt er die Aufgaben.

Die gewerkschaftlichen Anliegen seien dieselben geblieben: «Es gibt einen Wildwuchs in Sachen Arbeitsbedingungen. Gesetze werden von Arbeitgebern missachtet.» Neben den Öffnungszeiten sei es vor allem das Problem, dass Ferien nicht wie gewünscht gewährt würden. Das mache eine planbare Freizeit schwierig. «Dazu kommt der Lohndruck in allen Branchen. Dieser wird zusätzlich verstärkt durch Praktikanten und temporär Beschäftigte.» Peter Lenggenhager ist sich sicher, dass der Unia die Arbeit nicht ausgehen werde.

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