FRAUENFELD: Überpünktlich und in neuem Gewand

Seit dem Freitagmittag ist die 42. Thurgauer Frühjahrsmesse auf dem Gelände der Zuckeri eröffnet. Wegen des rauen Klimas im Messemarkt haben sich die Veranstalter einige Neuerungen überlegt.

Drucken
Teilen
Stadtpräsident Anders Stokholm zerschneidet im Beisein von Messeleiter Sandro Keller das rote Band zur Eröffnung. (Bild: Donato Caspari)

Stadtpräsident Anders Stokholm zerschneidet im Beisein von Messeleiter Sandro Keller das rote Band zur Eröffnung. (Bild: Donato Caspari)

Für einmal unpünktlich eröffneten Messeleiter Sandro Keller und Stadtpräsident Anders Stokholm die Frühjahrsmesse. Als die beiden gestern Mittag kurz vor halb zwei Uhr hektisch vom vorgängigen Medienrundgang in Richtung Haupteingang eilten, machten sich die ersten Besucher schon auf den Weg durch die verschiedenen Messehallen. Keller und Stokholm liessen sich dadurch nicht ins Bockshorn jagen. «Ihre Uhren sind sicher falsch gestellt», meinte Stokholm. Als sie in die Kameras lächelnd das rote Band zerschnitten, zeigte die Uhr 13.29 – den draussen anstehenden Besuchern dürfte das egal gewesen sein.

Erstmals startete die Frühjahrsmesse auf dem Areal der Zuckerfabrik erst am Freitag. Messeleiter Sandro Keller und sein Team haben sich dafür einiges einfallen lassen. «Das Umfeld für Messen ist schwieriger geworden», sagte Keller und spannte kurz darauf den Bogen zum diesjährigen Angebot. Direkt hinter dem Eingangsbereich wartet die Stadt mit ihrem Stand zur zen-trumsnahen Stadtentlastung auf. «Hier kann man sich informieren, ein Glacé essen und den Vernehmlassungsbogen ausfüllen», sagte Stokholm. Er freue sich, dass die Bevölkerung die Stadt mitgestalte. «Deshalb wünsche ich der Messe viel Erfolg und freue mich auf spannende Tage.»

Durch die Messehallen führt der Weg an gewöhnlichen Messeständen vorbei in den Bereich der Wohlfühltage. «Hier können die Besucher in eine etwas andere Welt eintauchen», sagte Keller. Dahinter befinden sich Räume für Vorträge und kleinere Workshops. Unter dem Motto «Sport findet Stadt» weibeln sechs Sportvereine für ihre Anlässe. «Wir hoffen, dass nächstes Jahr noch mehr Vereine mitmachen», sagte Hanu Fehr vom Sportnetz Frauenfeld. Bewährt haben sich die Regio-Küchen, in welchen die Gäste unter Leitung von Kochprofis kochen und backen können. «Hier läuft immer irgendetwas», meint Keller. Zum Abschluss gelangen die Besucher in die Eventhalle, in welcher kulinarische Leckereien feilgeboten werden, und Musiker ihr Können zum Besten geben. Draussen runden der Fahrparcours für 16-Jährige sowie der Streichelzoo für Kinder die Messe ab.

Damit aber die 42. Frühjahrsmesse –auch mit einem Messetag weniger– ein Erfolg wird, braucht es gemäss Sandro Keller vor allem etwas: «Besucher.» Und Anders Stokholm ist sich sicher, dass die Vielfalt der Messe «zusammenbringt, was gutes Leben ausmacht». (sko)