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FRAUENFELD: Überbauung im zweiten Anlauf

Auf der Äusseren Stammerau neben der Walzmühle sind rund hundert neue Wohnungen geplant. Dem Projekt steht noch ein Hürdenlauf bevor, auch wegen einer Einsprache.
Samuel Koch
Auf dieser Wiese in der Äusseren Stammerau sind in zwei L-förmigen Gebäuden rund 100 Wohnungen geplant. (Bild: Olaf Kühne)

Auf dieser Wiese in der Äusseren Stammerau sind in zwei L-förmigen Gebäuden rund 100 Wohnungen geplant. (Bild: Olaf Kühne)

FRAUENFELD. Noch wächst Grün auf der Äusseren Stammerau nördlich der Walzmühle und westlich der Murg. Wenn es nach der Schweizerischen Mobiliar Versicherung geht – sie ist Eigentümerin der über 18 000 Quadratmeter grossen Parzelle –, sollen dort in den nächsten Jahren zwei L-förmige Gebäude mit rund hundert Wohnungen auf vier Etagen und einem Attikageschoss entstehen. «Rund die Hälfte davon sollen 3,5-Zimmer-, der Rest 2,5- und 4,5-Zimmer-Wohnungen werden», sagt Rudolf Sommer, leitender Objektmanager der Bauherrin. Die gesamte Bausumme der beiden ineinander geschachtelten Gebäuden beläuft sich auf rund 35 Millionen Franken.

Noch handelt es sich aber nur um einen Gestaltungsplan, wie Sommer erläutert. Bereits 2005 habe die Bauherrschaft versucht, auf der Äusseren Stammerau die Bewilligung eines Gestaltungsplans für einen Wohnkomplex zu erhalten. «Ursprünglich wollten wir noch etwas grösser bauen», sagt er. Zwar beinhaltete der Plan schon damals rund hundert Wohnungen, «diese waren aber in neun einzelnen Gebäuden vorgesehen, welche näher an der denkmalgeschützten Walzmühle und der Murg zu stehen gekommen wären». Die eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) sowie die Kommission für Denkmalpflege (EKD) hatten dargelegt, dass eine vollständige Überbauung «das Ortsbild von nationaler Bedeutung beeinträchtigen würde».

«In enger Zusammenarbeit bearbeitet und optimiert»

Im zweiten Anlauf soll jetzt alles besser werden, wie Rudolf Sommer sagt: «Wir haben den Gestaltungsplan in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und der kantonalen Denkmalpflege erarbeitet und entsprechend optimiert.» So musste einerseits etwa der Abstand zur Walzmühle von mindestens 40 Metern eingehalten und andererseits möglichst verdichtet gebaut werden. Ausserdem dürfen wegen des Gewässerschutzes nahe der Murg nur auf rund zehn Prozent der bebaubaren Fläche Keller oder Tiefgaragen gebaut werden. Heute sind auch ENHK und EKD positiv gegenüber den Plänen eingestellt. Auch beinhaltet der Gestaltungsplan eine Teilaufhebung des Baulinienplans Walzmühlestrasse von 1933. Dieser wird ausser Kraft gesetzt, weil der Planungsperimeter in einer Zone mit Gestaltungsplanpflicht liegt. Die Kompetenz für diese Änderung liegt beim Kanton.

Ziel ist Baueingabe bis zum Jahr 2018

Das Dossier mit der Aufschrift «Gestaltungsplan Stammerau» liegt hingegen noch bei der Stadt Frauenfeld. Kürzlich ist die öffentliche Planauflage zu Ende gegangen, Ende Oktober dann läuft das fakultative Referendum aus (siehe Zweittext). Denn auch der aktuelle Gestaltungsplan der Bauherrschaft weicht trotz eingehaltenen Auflagen immer noch von der Regelbauweise ab. Rudolf Sommer möchte sich nicht mit Prognosen aus dem Fenster lehnen, denn bei der Stadt ist fristgerecht noch eine Einsprache eingegangen. «Einsprachen sind immer heikel», sagt er. Im Idealfall geht er davon aus, bis 2018 die Baueingabe zu tätigen. «Sollten Gegner das fakultative Referendum ergreifen, dürfte sich das Verfahren weiter in die Länge ziehen», sagt Sommer. Im Optimalfall einigen sich die Einsprecher mit den Bauherren, und Stadt sowie Kanton geben grünes Licht. «Davon sind wir aber noch etwas entfernt», sagt er.

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