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Trump-Hasser Eminem komplettiert das Line-Up am «Frauenfelder»

Die Herzen tausender Rap-Fans schlagen höher. Im Sommer gastiert US-Rapper Eminem erneut am grössten Hip-Hop-Festival Europas auf der Frauenfelder Allmend. Der Veranstalter führt den Top-Act auch auf die neue Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungsriesen Live-Nation zurück.
Samuel Koch
Marshall Mathers aka Eminem rappte schon vor acht Jahren auf der Bühne der Grossen Allmend. (Bild: Stefan Schaufelberger (9. Juli 2010))

Marshall Mathers aka Eminem rappte schon vor acht Jahren auf der Bühne der Grossen Allmend. (Bild: Stefan Schaufelberger (9. Juli 2010))

Geografisch kennen sich Eminem und seine Entourage offensichtlich nicht aus. Auf der Internetseite zu seiner neuen Europa-Tournee steht am 6. Juli 2018 Zürich anstatt Frauenfeld. Den Hip-Hop-Fans dürfte das egal sein, denn seit Dienstag ist klar: Der 45-jährige US-Rapper aus Detroit kehrt nach seinem Gastauftritt in Frauenfeld 2010 im kommenden Sommer auf die Bühne der Grossen Allmend zurück.

Nachdem der Veranstalter am Dienstagvormittag pünktlich um 10 Uhr den Auftritt Eminems vermeldete, stürzte kurzzeitig das System zusammen. «Alleine in den ersten zwei Stunden nach Bekanntgabe verkauften wir mehrere tausend Tickets», sagt Mediensprecher Joachim Bodmer. In diversen Kategorien vermeldet der Organisator bereits Status «ausverkauft». Gemäss Countdown auf der Internetseite war seitens der Organisatoren ursprünglich geplant, den Eminem-Coup bereits am vergangenen Freitag publik zu machen. Die Absprache mit anderen Veranstaltern in Europa verhinderte diese Pläne jedoch kurzfristig.

«Rassistischer Opa, der Vergangenheit ignoriert»

Eminem ist einer der erfolgreichsten Rapper weltweit. So gewann «The Real Slim Shady» diverse Grammys und Oscars und ist mit über 120 Millionen verkauften Alben der erfolgreichste weisse Rapper aller Zeiten. Kürzlich veröffentlichte er sein Album «Revival», auf dem er unter anderem mit US-Präsident Donald Trump abrechnet. So lauten einige Zeilen seines Sprechgesangs: «Rassismus ist das einzige, das er fantastisch findet.» oder «Er ist ein rassistischer 94-jähriger Opa, der Amerikas Vergangenheit ignoriert.» Zudem ruft er alle Amerikaner dazu auf, sich gegen Trump aufzulehnen. «We love our country, but we fucking hate Trump» (Wir lieben unser Land, aber verdammt nochmal hassen wir Trump).

Bereits vor acht Jahren rockte Marshall Mathers aka Eminem die Bühne auf der Frauenfelder Allmend. 50000 Zuschauer drängten sich damals bei grosser Hitze vor die Bühne. Der Platz war derart eng, dass der Veranstalter einen Gerüstturm aus Sicherheitsgründen räumen musste, weil sich zahlreiche Zuschauer darauf niedergelassen hatten. Unter anderem mit «Lose yourself» aus einem seiner Filme «8 Mile» brachte Eminem das Publikum während seiner rund 90-minütigen Darbietung zum Toben.

Nebst dem Headliner Eminem gab der Veranstalter gestern tröpfchenweise den Grossteil der restlichen Künstler für das diesjährige Festival bekannt, darunter Migos aus den USA oder Haftbefehl aus Deutschland.

Ticketpreise trotz namhafter Künstler unverändert

Seit dem vergangenen Jahr hält der riesige US-Unterhaltungskonzern Live-Nation die Aktienmehrheit der First Event AG Frauenfeld um Präsident Wolfgang Sahli. Dass der Auftritt von US-Superstar Eminem nur dank der Zusammenarbeit mit Live-Nation zustande gekommen ist, relativiert Mediensprecher Joachim Bodmer. Seit der Übernahme werde das Open Air Frauenfeld aber als Teil der Live-Nation auf dem internationalen Markt wahrgenommen, «was unsere Position auf dem Live-Musik-Markt massiv gestärkt hat».

Der Meinung, dass wegen Künstlern wie Eminem in Zukunft die Ticketpreise erhöht werden könnten, schiebt Bodmer einen Riegel. «Im Gegenteil: Live-Nation verhilft uns zu namhafteren Künstlern, was auch ein Vorteil für unsere Besucher ist», sagt er. Die Anpassung von Ticketpreisen sei kein Thema.

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