FRAUENFELD: Tipps aus Wädenswil

Was könnte die Region attraktiver machen? Zum Beispiel eine Markthalle oder die Vermarktung eines längst ausgestorbenen Brauchs. ZHAW-Studierende haben dazu Ideen entworfen.

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Umsonst war Brigitte Fürer am Dienstagabend nicht in den Murg-Auen-Park gekommen. Die Geschäftsführerin von Regio Frauenfeld war von den Ideen der angehenden Umweltingenieure sichtlich angeregt. «Ihre Projekte haben viel Bodenhaftung», sagte Fürer zu den Studierenden der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wädenswil. Diese hatten sich die Frage gestellt, wie die Region Frauenfeld nachhaltig aufgewertet werden könnte. Zwei Studentinnen konzipierten beispielsweise Erlebnis-Exkursionen für Primarschüler in den Auengebieten rund um Frauenfeld, welche dann von einem Experten durchgeführt würden.

Im Bereich Kultur hatte eine Gruppe die Idee, eine Kultur-Karte zu lancieren. Darauf wären verschiedenen Objekte mit besonderem kulturellem Wert zu sehen: historische Bauten, Museen, aber auch Events. Die Studenten erklärten, dabei sei es wichtig, dass man auch selber Vorschläge zur Karte machen könnte. Die andere Projektidee im Bereich Kultur befasste sich damit, immaterielles Kulturgut zu vermarkten. «Jeder kennt die zwei Steinböcke Gian und Giachen aus Graubünden», sagte einer der zwei Studenten. Ein solches Marketing sei auch hier möglich. Bei ihrer Recherche stiessen sie dabei auf den alten Brauch von Gläreli und Schometgretli aus dem Seebach- und Stammertal.

Regio Frauenfeld berät über Umsetzungsmöglichkeiten

«Suech Hilf, find Hilf» heisst ein anderes Projekt, bei dem Hilfe suchende Menschen mit jenen, die Hilfe anbieten, vernetzt werden. Die Angebote würden sowohl online als auch auf einem Anschlagbrett stehen. Mit dem Stadtkasernenareal beschäftigte sich auch eine Gruppe: Sie schlägt vor, den Markt in Frauenfeld dorthin zu zügeln und eine Markthalle für den Tagesmarkt zu installieren. Wie Brigitte Fürer sagte, werden die Projektideen in einer der nächsten Sitzungen von Regio Frauenfeld diskutiert.

Donat Beerli

donat.beerli

@thurgauerzeitung.ch