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FRAUENFELD: Tinder gegen offene Löcher

Zur Fasnachtsunterhaltung luden die Murganesen am Freitag. Der Lokalkolorit gab viel zu lachen.
Ralf Frei und Markus Frei sind «Die Aufklärer». (Bild: Mathias Frei)

Ralf Frei und Markus Frei sind «Die Aufklärer». (Bild: Mathias Frei)

Als Stadtrat muss man an der Fasnachtsunterhaltung einstecken können. Für alle anderen in der gut besetzten Festhalle Rüeger-holz ist das umso lustiger. Ein bunter Reigen an närrischen Bühnenkünsten weiss am Freitag bis fast Mitternacht zu unterhalten, angefangen bei den höchst ansehnlichen Tanzeinlagen der zehnfachen Schweizer Cheerleading-Meisterinnen Eurodancers über die «Heissen Eisen» der jugendlichen Schauspieler von Theaterworks bis zum musikalischen Finale der Guggenmusik Rungglä-Süüder.

Eine erste Salve gegen den Stadtrat lässt Obernarr Pablo I. ab. Um zu lernen, lustig zu sein, deshalb komme die Stadtregierung an die Fasnachtsunterhaltung. Dann stehen die vier Gilde-Pepper-Girls (ohne Hilde Market) als Tiefbauerinnen auf der Bühne. Sie propagieren Rösslikutschen statt Autos, um die Pferde von Hefenhofen zu verwerten, singen von gehemmten Stadträten und mutmassen, wieso von Frauenfelder Baustellen die Maschinen weg sind: Weil Läderach im Westen Hügel auf- und abbaut. Nicht weniger eine Schau sind «Die Aufklärer»: Gemeinderat Ralf Frei und Markus Frei von «Anneli und Alois». Sie kommen von der Kläranlage: Ralf Frei mimt den jungen deutschen Chef Dieter, Markus Frei ist Büezer Erwin. Für sie stinkt die Lokalpolitik zum Himmel, weil sie nach dem Bechtelis jeweils Zucker ins Klärbecken leeren müssen. Ansonsten würden die Bakterien am sauren Bürgerwein krepieren. Und den Wärmering müsste man ob all der warmen Luft vom Rathaus speisen. Zur urkomischen Sprechstunde in die politische Tierarztpraxis lädt «De Veterinär», ein Trio mit alt Gemeinderatspräsidentin Eveline Buff, Brigitte Bianchi (ehemals «Anneli und Alois») und Felix Meier. Sie singen und reimen vom Lärm im Park, der Begegnungszone, sind dafür und dagegen. Und schliesslich deckt das «Trio Infernale» auf: Stapi Stokholm und Stadtrat Müller sind auf Tinder, haben aber gegen Murganesen-Präsident Ivan Gubler keine Chance. Sogar der schöne Stadtschreiber wird weggewischt. (ma)

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