FRAUENFELD: Thurgauer stimmen über Baujagdverbot ab

Die Initiative «Verbot der Baujagd mit Hunden» ist offiziell zustande gekommen. Somit wird es im Kanton Thurgau zu einer Volksabstimmung über das Verbot der umstrittenen Baujagd mit Hunden kommen.
Ein Jäger auf der Pirsch.

Ein Jäger auf der Pirsch.

Die Volksinitiative wurde am 2. März bei der Thurgauer Staatskanzlei eingereicht. Die Zählung der Unterschriften hat ein Total von 4512 gültigen Unterschriften ergeben, heisst es in der Mitteilung der Thurgauer Staatskanzlei vom Donnerstag.

Die Baujagd mit Hunden auf Fuchs und Dachs ist umstritten: Tierschützer halten sie für grausam, Jäger hingegen finden sie berechtigt. Der Bundesrat hat die Anforderungen für die Baujagd in der neuen Jagdverordnung 2012 verschärft, aber nicht verboten.

Der Thurgauische Tierschutzverband fordert schon seit 2010 ein totales Verbot. Um Druck auf die Politik auszuüben, lancierten die Tierschützer im vergangenen Herbst eine Volksinitiative für ein kantonales Baujagdverbot.

Regierung für Verbot
Auch der Thurgauer Regierungsrat will die Baujagd grundsätzlich verbieten, macht aber einen Kompromissvorschlag. Das Departement kann aus besonderen Gründen Ausnahmen bewilligen, heisst es in der Botschaft für eine Teilrevision des kantonalen Jagdgesetzes.

Was darunter zu verstehen ist, wird im Begleittext konkretisiert: «Ausnahmesituationen können sich ergeben, wenn es aus Sicherheits− oder Schadengründen notwendig ist, Fuchsbauten zu verfüllen, wie zum Beispiel bei Bauten in Bahndämmen oder unterhöhlten Gebäuden.» (sda)

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