FRAUENFELD: Tanz für die gute Sache

Für den Social-Day organisierten die Schüler der Kantonsschule wohltätige Projekte. An Kreativität fehlte es nicht. So wurden sogar Umarmungen verschenkt.

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Kantischüler lernen die Asylsuchenden kennen, indem sie sich eine grüne Schnur zuwerfen und sich so vorstellen. (Bild: Andrea Stalder)

Kantischüler lernen die Asylsuchenden kennen, indem sie sich eine grüne Schnur zuwerfen und sich so vorstellen. (Bild: Andrea Stalder)

Freiwillig, sozial, engagiert. Über 100 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Frauenfeld betätigten sich am Montag und Dienstag für einen guten Zweck. Grund dafür war der Social-Day. Jedes Jahr während der mündlichen Aufnahmeprüfungen im März werden die Schüler aufgefordert, sich sozial zu engagieren.

Zwei Klassen des Gymnasiums organisierten einen Nachmittag mit Asylsuchenden des Durchgangsheims. «Es ist ein sehr schöner Tag geworden, obwohl das Organisieren streng war», sagt die Schülerin Masha Strässle. Die etwa 20 Schüler und 10 Asylsuchenden trafen sich für Aktivitäten im Wald. Das selbst organisierte Programm startete mit einem Kennenlern-Spiel. Anschliessend lief man in zwei Gruppen zu einer Feuerstelle. Auf dem Weg dorthin hatten die Schüler einige Posten mit diversen Spielen aufgebaut. Wettrennen, Verstecken oder Eierlaufen waren einige der Disziplinen. Der Nachmittag endete mit Kuchenessen, Fussballspielen und einem Macarena-Tanz ums Feuer.

«Für die Asylsuchenden war der Nachmittag aufregend. Sie haben nicht oft Kontakt zu Schweizern», sagt die Betreuerin des Durchgangsheims Jessica Stauffer.

Nebst direktem sozialem Engagement konnten die Schüler auch Geld sammeln und dieses spenden. Die Projekte fielen kreativ aus. So verteilten die Schüler unter anderem gratis Umarmungen in Tierkostümen oder bauten Vogelhäuser.

Geld geht an humanitäre Hilfe in Jordanien

«Mit dem Social-Day wollen wir ein Zeichen setzen», sagt Stefan Keller, Informatiklehrer und Organisator des Social-Days. Das wohltätige Projekt finde erst zum dritten Mal statt, dieses Jahr leider mit nur 100 Teilnehmern. Im Jahr zuvor seien es 200 Schüler gewesen, die zusammen 3000 Franken an das Rote Kreuz spenden konnten. Das Geld, das dieses Jahr zusammengekommen ist, geht an die Winterthurer Stiftung Noiva, die humanitäre Hilfe und Versöhnungsarbeit in Jordanien leistet.

Géraldine Bohne

geraldine.bohne

@thurgauerzeitung.ch