FRAUENFELD: Strassensanierung senkt Unfallkosten

Die Sanierung unfallträchtiger Kreuzungen und Strassenabschnitte verhindert viel Leid und hohe Kosten. Eine Auswertung des Kantons Thurgau zeigt, dass etwa auf einer umgebauten Kreuzung in Frauenfeld die Unfallkosten um eine halbe Million Franken pro Jahr sanken.

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Die häufigen Unfälle auf der Kreuzung Aumühle in Kreuzlingen verursachten zwischen 2009 und 2011 jährliche Unfallkosten von durchschnittlich 630'000 Franken. 2013 wurde diese saniert. (Bild: Donato Caspari)

Die häufigen Unfälle auf der Kreuzung Aumühle in Kreuzlingen verursachten zwischen 2009 und 2011 jährliche Unfallkosten von durchschnittlich 630'000 Franken. 2013 wurde diese saniert. (Bild: Donato Caspari)

Die Kreuzung «Aumühle» in Frauenfeld sei ein eindrückliches Beispiel dafür, wie viele volkswirtschaftliche Kosten dank dem sogenannten Unfallschwerpunkt-Management gespart werden könnten, teilte die Thurgauer Staatskanzlei am Freitag mit.

Die häufigen Unfälle auf dieser Kreuzung verursachten zwischen 2009 und 2011 jährliche Unfallkosten von durchschnittlich 630'000 Franken. 2013 wurde die Kreuzung saniert, was 90'000 Franken kostete.

Wie eine erstmals vorliegende Auswertung über das Unfallschwerpunkt-Management oder «Black Spot Management» zeige, sanken die Unfallkosten auf der «Aumühle»-Kreuzung nach der Sanierung auf durchschnittlich weniger als 50'000 Franken pro Jahr. «Die volkswirtschaftliche Kosteneinsparung beträgt eine halbe Million Franken pro Jahr, die Verkehrssicherheit hat sich stark verbessert», heisst es im Communiqué.

Auch kleine Eingriffe nützen
Das Beispiel der Kreuzung in Frauenfeld zeige deutlich, dass sich das im Rahmen von «Via sicura» vorgeschriebene Unfallschwerpunkt-Management volkswirtschaftlich lohne.

Zwischen 2013 und 2015 wurden im Thurgau 29 total Unfallschwerpunkte registriert, wo es zu überdurchschnittlich vielen Unfälle mit Toten und Schwerverletzten kommt. Ein einzelner Unfallschwerpunkt könne jährliche Unfallkosten von 100'000 Franken bis zu einer Million Franken verursachen.

Die Unfallschwerpunkte werden von Spezialisten des kantonalen Tiefbauamts analysiert und situationsspezifische Massnahmen abgeleitet. Nicht immer brauche es teure Sanierungen, heisst es im Communiqué. Manchmal helfen bereits kleine Massnahmen wie das Zurückschneiden von Pflanzen oder das Anpassen von Signalisationen und Markierungen. (sda)