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FRAUENFELD: Statt Land Geld

Bei der gestrigen Bechtelisversammlung entschied sich die Bürgergemeinde für den Verkauf von rund 112000 Quadratmetern Thurvorland an den Kanton. Mit dem Verkauf war nicht jeder einverstanden.
Christian Ruh
Die Bürgergemeinde Frauenfeld verkauft dem Kanton Thurgau 11 (Bild: Christian Ruh)

Die Bürgergemeinde Frauenfeld verkauft dem Kanton Thurgau 11 (Bild: Christian Ruh)

Christian Ruh

christian.ruh@thurgauerzeitung.ch

Das Landstück, welches an den Thurgau übergehen soll, befindet sich im hinteren Teil der Allmend. Es ist an zwei Seiten von der Murg und der Thur eingerahmt. Das kantonale Amt für Umwelt will in mehreren Auenschutzgebieten im Thurgau Aufwertungen vornehmen, so auch hier im sogenannten Hau-Aueli. Das Vorland soll durch diverse Flutmulden, Tümpel und die Pflanzung von Weichhölzern besser strukturiert werden. Das Ziel dabei ist, das Land wieder «natürlicher» zu machen.

«Der Kanton hat kein geeignetes Tauschobjekt»

«Diese Massnahmen würden der Bürgergemeinde eine zukünftige Bewirtschaftung und Verpachtung des Landes erheblich erschweren», wendete sich Bürgerpräsident Titus Moser an die 175 anwesenden Stimmberechtigten. Der Kanton Thurgau hat sich deswegen entschlossen der Bürgergemeinde ein Angebot für einen Teil der Parzelle, rund 112000 Quadratmeter, zu einem Preis von fünf Franken pro Quadratmeter, insgesamt 560000 Franken, zu unterbreiten. Normalerweise verfolgt die Bürgergemeinde einen Grundsatz, bei dem sie bei Landabtretungen versuchen als Gegenwert ebenfalls Land zu erhalten. Dieser konnte hier nicht umgesetzt werden. «Leider verfügt der Kanton im Interessengebiet der Bürgergemeinde über kein geeignetes Tauschobjekt», sagt Titus Moser.

Dass der Grundsatz in dieser Situation nicht umgesetzt werde, fanden nicht alle Bürger gut. Andreas Elliker meldete sich schon vorgängig beim Verwaltungsrat der Bürgergemeinde, um einen Antrag anzukünden: Der Verwaltungsrat solle beauftragt werden, weiter mit dem Kanton zu verhandeln, um für das Grundstück Realersatz im gleichen Wert in der Gemeinde Frauenfeld zu erhalten. Ob es sich dabei um Bau-, Wald- oder Landwirtschaftsland handle, liege in der Kompetenz des Verwaltungsrates.

Titus Moser bedankte sich bei Andreas Elliker und versicherte ihm, dass sich der Verwaltungrat gründlich mit seinem Antrag beschäftigt habe. «In Gesprächen mit Vertretern des Kantons wurde uns jedoch versichert, dass momentan kein geeigneter Realersatz zur Verfügung steht.» Daher würden auch Nachverhandlungen kaum Früchte tragen. Ausserdem stehen der Bürgergemeinde einige grössere Investitionen in der Forstwirtschaft an, da könne man einen Teil des Geldes gut einsetzen.

Ein Nein, ein Ja und zwei Punktlandungen

Trotz der Einschätzung des Verwaltungsrats kam es dank der Gemeindeordnung zu einer Abstimmung über Ellikers Antrag. Dieser wurde mit nur 34 Ja-Stimmen und 13 Enthaltungen abgelehnt. Die Abstimmung über den eigentlichen Verkauf fiel mit 132 Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen hingegen sehr positiv aus.

Nebst dem Thema des Landverkaufs informierte Titus Moser über den Abschluss der Renovation und Erweiterung des Alters- und Pflegeheims Stadtgarten. Für das Projekt war ein Kostenrahmen von 22 Millionen Franken vorgesehen – schlussendlich konnte in der Bauabrechnung fast eine Punktlandung von rund 21988000 Franken verzeichnet werden. Auch bei der Brandschutzsanierung und der Renovation des Altbaus blieb man knapp unter Budget.

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