Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

FRAUENFELD: «Shake, Rattle and Roll»

Die Besten der Schweizer Rock 'n' Roll-Tanzszene treffen sich diesen Samstag in der Sportanlage Auenfeld in Frauenfeld zu den Schweizer Meisterschaften. Der Tanzclub Hot Jumpers erwartet 90 Paare und 14 Formationen.
Stefan Hilzinger
Vivian Nietlisbach und Andreas Stäheli zeigen den Todessturz. (Bild: pd)

Vivian Nietlisbach und Andreas Stäheli zeigen den Todessturz. (Bild: pd)

FRAUENFELD. Sogar die Weltmeister sind dabei: Richard Cerutti und Amélie Galvez aus Grand-Saconnex bei Genf. Das Tanzpaar vom Rock 'n' Roll-Club RC Swing gewann vergangenen Herbst an der Heim-WM in Genf die Goldmedaille. Morgens um viertel vor Sieben reisen die Genfer Rock 'n' Roll-Sportler mit einem Car los, um rechtzeitig in Frauenfeld zu sein.

Denn am Samstagvormittag um 11 Uhr beginnen in der Auenfeldhalle die Vorrunden. 90 Paare und 14 Formationen kämpfen um Rang und Ehre. Die Finalrunde startet um 17.45 Uhr. «Die Favoriten kommen aus der Westschweiz», sagt Andreas Stähli vom Rock 'n' Roll-Club Hot Jumpers. Der Frauenfelder Club organisiert die Meisterschaften im Auftrag der Swiss Rock 'n' Roll Confederation, dem Schweizer Dachverband.

Todessturz und Schulterkugeln

Rock 'n' Roll ist Tanzsport und vor allem viel Akrobatik. Die Punkte gewinnen die Paare in der Luft, wenn der Mann die Partnerin durch die Luft wirbeln lässt, elegant auffängt und im Takt der Musik weitertanzt. «Todessturz» heisst eine der Figuren, bei welcher der Tänzer die kopfvoran fliegende Tänzerin hinter seinem Rücken fängt und zwischen den Beinen noch im Flug nach vorne führt. Bekannt ist auch das Schulterkugeln, bei dem der Tänzer seine Partnerin über seine Schultern kreisen lässt.

Eine Jury bewertet die Darbietungen. Es gibt verschiedene Kategorien nach Alter und Schwierigkeitsgrad gestaffelt. Nebst den Paaren gibt es die Formationen, mit zwischen 14 und 16 Tänzerinnen. «Ich hätte gerne mitgemacht», sagt Andreas Stäheli. Leider könne er aus verschiedenen Gründen nicht mitmachen. Es zeigen dennoch auch Frauenfelder und Thurgauer Tänzerinnen und Tänzer ihr Können vor heimischem Publikum: Mitglieder der beiden heimischen Rock 'n' Roll-Clubs Hot Jumpers und Dance Academy. So sind etwa Dominique Thalmann und Dimitri Isenring in der zweithöchsten Kategorie B am Start.

Eine europäische Sache

Obwohl der Rock 'n' Roll als Musik- und Tanzstil ab Anfang der 1950er-Jahre von den USA aus die Welt eroberte, ist der gleichnamige akrobatische Tanzsport derzeit eine nahezu rein europäische Angelegenheit. Frankreich, Italien, Deutschland und die Schweiz zählten zu den Gründern der «World Rock'n'Roll Confederation», die im November 1983 in Zürich das Licht der Tanzwelt erblickte.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.