FRAUENFELD: «Schweizerhof» wird Stadthof

Diese Woche beginnen die Abbrucharbeiten zwischen Zeughaus- und Bahnhofstrasse. Die 70 Mietwohnungen und Gewerberäume der neuen Überbauung sollen bis Frühling 2019 bezugsbereit sein.

Mathias Frei
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So könnte ein Luftbild im Frühling 2019 aussehen: eine Visualisierung der zukünftigen Stadthof-Überbauung an der Ecke Zeughaus-/Bahnhofstrasse. (Bild: PD/Laubgasse Immobilien AG)

So könnte ein Luftbild im Frühling 2019 aussehen: eine Visualisierung der zukünftigen Stadthof-Überbauung an der Ecke Zeughaus-/Bahnhofstrasse. (Bild: PD/Laubgasse Immobilien AG)

FRAUENFELD. Die Baubewilligung liegt seit kurzem vor. Und schon diese Woche beginnen an der Ecke Zeughaus-/Bahnhofstrasse die Abbrucharbeiten. Bis in zweieinhalb Jahren soll an gleicher Stelle die Stadthof-Überbauung entstehen.

Bauherrin ist die Laubgasse Immobilien AG. «Wir sind sehr froh, dass alles so gut gelaufen ist», sagt Matthias Hotz, Verwaltungsratspräsident der Immobilienfirma. Man habe eng mit dem städtischen Hochbauamt zusammengearbeitet. Auch die zukünftigen Nachbarn der Überbauung habe man für dieses «städtebaulich bedeutsame Projekt» ins Boot holen können, sagt Hotz. Man werde mit dem Stadthof – so heisst die Überbauung – einen wichtigen Akzent setzen können und für eine Aufwertung verantwortlich zeichnen.

Gebäude um Gebäude wird einzeln abgebrochen

«Wir liegen im Zeitplan», sagt Hotz. Bis Frühling 2019 werden auf dem über 5000 Quadratmeter grossen Areal 70 Mietwohnungen und Gewerberäumlichkeiten erstellt sein. Zuvor müssen aber die bestehenden Gebäude verschwinden. «Die gestaffelten Rückbauarbeiten auf dem Gelände sollen möglichst sorgfältig ausgeführt werden, was einige Zeit beansprucht», heisst es seitens Bauherrschaft. Dabei werde Gebäude um Gebäude abgebrochen. Hotz rechnet damit, dass die ehemalige Restaurant-Liegenschaft voraussichtlich im April 2017 als letzte Baute an der Reihe ist. «Nahtlos wird nach dem Rückbau der Gebäude mit dem Aushub und anschliessend mit dem Hochbau begonnen.»

Die Architektur kommt aus der Feder des bekannten Winterthurer Architekturbüros Dahinden Heim. Geplant sind auf einem zusammenhängenden eingeschossigen Sockelbau vier verschieden grosse Mehrfamilienhäuser. Am Kreisel vorne ist das Sockelgeschoss ebenerdig.

Dieses Sockelgeschoss weist laut Hotz zur Bahnhofstrasse eine grosse Glasfront auf – ideal für «publikumsintensivere Gewerberäumlichkeiten». Ebenfalls würden Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, die gastronomisch genutzt werden könnten. «Was den Mix des Areals betrifft, würden wir ein Restaurant begrüssen», sagt VR-Präsident Hotz. Auf Mietersuche für diese Räumlichkeiten ist die Bauherrschaft noch nicht.

In der Mitte ein begrünter Innenhof

In der Mitte der vier Mehrfamilienhäuser, die inklusive Attikageschoss vier Etagen aufweisen, liegt ein begrünter Innenhof. Die insgesamt 70 Wohnungen teilen sich auf in 24 Zweieinhalb-Zimmer-Einheiten, 35 Wohnungen mit dreieinhalb Zimmern und elf Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen. Die Stadthof-Überbauung wird Minergie-Standard aufweisen. Über die Bahnhofstrasse erfolgt die Zufahrt zu einer zweigeschossigen Tiefgarage mit 92 Abstellplätzen. Die Bauherrschaft rechnet mit Bau- und Projektierungskosten von über 30 Millionen Franken.

Nebst der Sozialfirma Stiftung Wetterbaum, die kommenden Frühling auszieht (siehe Kasten), befinden sich die ehemaligen Verkaufs- und Lagerräume von Getränke Hahn und eine Autogarage auf dem Areal. Der «Schweizerhof», ein Massivbau aus dem 19. Jahrhundert, beherbergte früher eine Bierhalle mit Kegelbahn, später die Landi und ein Restaurant