FRAUENFELD: "Schlampe": Streit zwischen Chauffeur und Passagierin

In Frauenfeld soll ein Busfahrer eine Passagierin übel beschimpft haben. Als sich die Frau beim Unternehmen über den Mann beschwerte, gab dieses dem Chauffeur Name und Adresse der Passagierin bekannt. Die Frau ist empört.

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Ärger in Frauenfeld: Ein Chauffeur soll eine Frau beleidigt und beschimpft haben. (Bild: Andrea Stalder (Symbolbild))

Ärger in Frauenfeld: Ein Chauffeur soll eine Frau beleidigt und beschimpft haben. (Bild: Andrea Stalder (Symbolbild))

Eine 72-Jährige ist verärgert über die Erfahrungen, die sie mit einem Frauenfelder Buschauffeur gemacht hat. Sie fühlt sich vom Mann schikaniert und beleidigt, wie sie gegenüber "20 Minuten" berichtet. Und die Frau nennt Beispiele: Teils habe der Mann sie an der Bushaltestelle stehen lassen. Teils habe er sie zwar mitfahren lassen, dann aber erst ein Stück nach einer Haltestelle angehalten, um sie aussteigen zu lassen, erklärt sie. Gründe für ein solches Verhalten habe sie dem Mann nie geliefert, beteuert die Seniorin.

Im vergangenen Dezember eskalierte die Situation laut der Schilderung der Frau dann: Der Mann habe sie als "Schlampe" und "Sauschlampe" betitelt, worauf sie ihm dann den Stinkefinger gezeigt habe, erzählt die Frau. In der Folge habe der Mann gedroht, ihr sämtliche Finger zu brechen.

Die Frau beschwerte sich daraufhin per Mail über den Chauffeur. Das Unternehmen seinerseits leitete dem Mann das Mail mitsamt Name und Adresse der Frau weiter - "eine Frechheit", wie die Frau mit Verweis auf den Datenschutz findet.

In der Folge erstattete der Chauffeur Anzeige gegen die Frau wegen Beschimpfung und Beleidigung. Die Seniorin reagierte mit einer Gegenanzeige. Eine Strafuntersuchung wurde schliesslich nicht eröffnet. Gegenüber "20 Minuten" erklärte Postauto Schweiz, Kenntnis vom Vorfall zu haben. Stellung nahm das Unternehmen nicht - es teilte einzig mit, grundsätzlich behandle es Kundenanfragen anonym. (red.)