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FRAUENFELD: Rechte und Pflichten

Am Freitagabend feierten die Jungbürger ihren Eintritt in die Mündigkeit. Sie freuen sich darauf, bald abstimmen und wählen zu können. Und was das Bezahlen der Steuern angeht, sind sie sich ebenfalls einig.
Chris Marty
Tobyas Frey und Délia Carona.

Tobyas Frey und Délia Carona.

Chris Marty

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Rund 90 Frauenfelderinnen und Frauenfelder, die dieses Jahr das 18. Lebensjahr vollenden, fanden sich am Freitagabend im Rathaus zur Jungbürgerfeier ein. In seiner Ansprache wollte Stadtpräsident Anders Stokholm die Anwesenden motivieren, ihre Möglichkeiten als Stimmberechtigte wahrzunehmen. Daneben wies er darauf hin, dass im Laufe des Abends zehn Tickets für das diesjährige Openair Frauenfeld verlost werden.

Auch Gemeinderatspräsidentin Susanna Dreyer fasste sich kurz. Sie erzählte von den ersten Handys und den vielen Möglichkeiten, die den Anwesenden ab ihrem Volljährigkeitstag offen stehen, von der Heirat bis zur Weltreise, ohne dass sie jemanden um Erlaubnis fragen müssen. Sie motivierte die Jungbürger aber auch, neugierig zu sein und mit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Zwischen den Ansprachen und den Gratulationen zur Mündigkeit sorgte die Schülerband «The Trilex» für musikalische Zwischentöne. Nach dem formellen Teil dislozierte die Festgemeinde ins Casino, wo die Stadt zum Nachtessen mit Verlosungen, Wettbewerben und Unterhaltung durch die Akrobatikgruppe «Triangel» lud. Auf der Speisekarte stand das Menu «volljährig», einem Dreigänger unter anderem mit Spaghettibuffet, Pouletbrüstli oder Gemüsestrudel.

Bei Joschua Tremp (17) sieht Autofahren als schönstes Recht der Volljährigkeit. Ganz am Schluss steht Steuern zahlen als negativste Pflicht. «Mit der Volljährigkeit haben die Eltern weniger zu sagen», freut er sich. Das steht auch bei Simon Schneider (17), ziemlich weit oben in der Freudenskala. Einen Negativpunkt erwähnt auch er: «Ab 18 wird man rechtlich nicht mehr als Kind beurteilt.» Auch für Franca Meile (18) müsste das Steuern zahlen nicht unbedingt sein. Als kleiner Trost: «Ich hab bereits den passenden Fahrlehrer gefunden. Ansonsten fühlt sich die Volljährigkeit nicht anders an, aber ich muss mehr Verantwortung tragen.» Gleich sieht es Sereina Kramlehner (17): «Autofahren zählt zum Schönsten und die leide Steuererklärung mit den Folgen zum Schlimmsten. Und dann ist da die Billag!» lacht sie.

Urnengang und Alkohol

Gleich wie vorher fühlt sich Tobyas Frey (18). Sein positives Fazit: «Jetzt gibt’s Alkohol ohne Limit und ich kann wählen und stimmen!» Mit einem weinenden Auge stellt er fest, dass er nun die Krankenkasse selber zahlen müsse. Délia Carona (17) freut sich auf den Urnengang und das Autofahren. Weniger erfreut ist sie über die Steuern und dass der Coiffeur jetzt teurer werde.

Einen Blick zurück tat Stadtpräsident Anders Stokholm: «Ich bekam als Volljähriger keine zusätzlichen Rechte, da ich noch nicht das Schweizer Bürgerrecht hatte. Es gab in meinem Leben wichtigere Übergänge.» Auch Vizestadtpräsidentin Christa Thorner schaute zurück: «Ich wurde noch mit 20 volljährig, hatte aber bereits mit 19 grosse Verantwortung zu tragen, da ich damals wegen Lehrermangels zwei Schulklassen übernehmen musste. Ganz besonders war der Umstieg vom Solex aufs Auto.»

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