Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FRAUENFELD: Pumptrack realisiert aus Kinderträumen

Auf der Hinteren Badiwiese in Frauenfeld entsteht ein Pumptrack. Die Idee dafür brachten die zwei Initianten in den Kinderrat ein. Nun steht dem Velorundkurs nichts mehr im Weg, im Sommer wird er feierlich eingeweiht.
Samuel Koch
Andrea Hofmann, Leiterin des Kinderrats, Pumptrack-Co-Initiant Florian Kaiser und Markus Kutter, Leiter des zuständigen Amts für Gesellschaft und Integration. (Bild: Samuel Koch)

Andrea Hofmann, Leiterin des Kinderrats, Pumptrack-Co-Initiant Florian Kaiser und Markus Kutter, Leiter des zuständigen Amts für Gesellschaft und Integration. (Bild: Samuel Koch)

Die Stadt bekennt sich zu ihren Kindern. So bringt es Markus Kutter auf den Punkt, wenn es um den geplanten Pumptrack geht. Der Leiter des städtischen Amts für Gesellschaft und Integration, zu welchem der Frauenfelder Kinderrat (Kira) seit seiner Geburt 2014 gehört, lobt das Projekt Pumptrack als perfektes Beispiel, wie in Frauenfeld auch Kinderträume umgesetzt werden. «Der Stadtrat ist überzeugt vom Kinderrat und stellte sich dahinter», sagt Kutter. Nur so sei das jetzige Projekt in der von Unicef als kinderfreundlich ausgezeichneten Stadt Frauenfeld umsetzbar gewesen.

Die Idee dazu hatten zwei Schulgspänli. Als Florian Kaiser in den Ferien mit seiner Familie Gefallen an einem Velorundkurs fand, fragte er sich, ob ein solcher nicht auch in Frauenfeld möglich sei. Rasch überzeugte er seinen Freund Emanuel Fröhlich, und sie deponierten ihren Wunsch schliesslich im Kinderrat bei Leiterin Andrea Hofmann. «Dank der Idee kamen wir überhaupt erst in den Kinderrat», sagt Florian Kaiser. Fröhlich und er erarbeiteten ein Konzept und stellten es an der Kira-Sitzung im September 2016 den anderen Mitgliedern vor.

Erfolgreiche Umfrage in allen Schulanlagen

Gelegen kam Fröhlich und Kaiser, dass das kantonale Sportamt just in den darauffolgenden Herbstferien auf dem Unteren Mätteli einen provisorischen Pumptrack erstellte. Viele hätten sich dort ein Bild machen können, «danach führten wir an allen Frauenfelder Schulen eine Umfrage durch». Von den über 640 Kindern im Alter zwischen sechs und 16 Jahren bekundeten über 480 Interesse an einem Pumptrack. «Das Projekt war von Anfang an breit abgestützt», sagt Markus Kutter, im Gegensatz zu früheren Versuchen, in der Stadt einen Pumptrack zu realisieren.
Vom Kinderrat gelang die Idee dann auf das politische Parkett der Grossen. «Der Stadtrat setzte eine Arbeitsgruppe ein, in welcher alle zuständigen Amtsvertreter involviert waren», sagt Andrea Hofmann. Aus ursprünglich neun Standorten kristallisierte sich rasch die Hintere Badiwiese als geeigneter heraus. Unisono streichen Kutter und Hofmann die Vorteile des Standorts heraus: zentrale Lage, gute Begehbarkeit oder guter Lärmschutz. «Andere Orte wie etwa der Burstelpark oder der Spielplatz an der Kappelerstrasse kamen danach nicht mehr in Frage», sagt Kutter.

Definitiv grünes Licht erhielt das Projekt schliesslich von Stadt- und Gemeinderat. Ersterer sprach sich für den Standort Hintere Badiwiese sowie einen Planungskredit aus, letzterer winkte den Kredit an der Budgetsitzung durch. «Gleichzeitig stellte der Stadtrat aber die Forderung, dass der Pumptrack grösstmöglich durch Sponsoring und Spendengelder finanziert wird», sagt Hofmann. Einen Zehntel der Gesamtkosten von 150'000 Franken steuert die Stadt bei, weitere Teile kommen etwa von Schul- und Kirchgemeinde, von umliegenden Velofachgeschäften, der IG Velo oder der Berty-Jung-Frei-Stiftung. «Mittlerweile ist die Finanzierung fast gesichert», sagt Andrea Hofmann. Ebenso fixiert sind die für den Bau beauftragte Firma sowie der Termin für den Startschuss. «Während des Baus finden die Mitarbeiter der auswertigen Baufirma in der Herberge der Pfadi Frauenfeld Unterschlupf und erhalten dort Kost und Logis», sagt Hofmann. Terminiert ist der rund drei Wochen dauernde Bau auf Mitte April.

Rundkurse, WC-Anlagen und ein Materialraum

Noch vor den Sommerferien dann soll der Pumptrack feierlich eingeweiht werden. «Wir werden sicher noch ein kleines Fest mit Musik und Apéro auf die Beine stellen», sagt Hofmann. Sobald in Betrieb ist der Kira für den Pumptrack zuständig, koordinieren wird das Amt für Gesellschaft und Integration. «Denkbar sind ähnliche Regeln wie auf einem Spielplatz», sagt Markus Kutter. Denn geplant sind nebst den Rundkursen selbst noch Sitzgelegenheiten, WC-Anlagen und ein Materialraum.

Andrea Hofmann, Leiterin des Kinderrats, Pumptrack-Co-Initiant Florian Kaiser und Markus Kutter, Leiter des zuständigen Amts für Gesellschaft und Integration. (Bild: Samuel Koch)

Andrea Hofmann, Leiterin des Kinderrats, Pumptrack-Co-Initiant Florian Kaiser und Markus Kutter, Leiter des zuständigen Amts für Gesellschaft und Integration. (Bild: Samuel Koch)

Ob Co-Initiant Florian Kaiser nun Geschmack an der städtischen Politik gefunden hat, kann er nicht sagen. «Ich möchte mir das offen lassen», sagt er. Emanuel Fröhlich und er dürfen mittlerweile jedenfalls nicht mehr im Kinderrat mitwirken, weil sie nun in die Oberstufe gehen. Eine Alterslimite für den Pumptrack gibt es aber nicht.

Hinweis
Weitere Infos im Internet unter: www.kinderrat-frauenfeld.ch

Rundkurs für Velo, Skates und Kickboards

Ein Pumptrack ist ein asphaltierter Rundkurs für Velos, Skates und Kickboards mit Wellen, Hügeln und Kurven. In Frauenfeld ist sowohl ein Rundkurs für Grössere und Könner mit Umfang von 200 Metern als auch einer für Kleinere und Anfänger mit Umfang von 60 Metern geplant. Im Thurgau gibt es noch wenige Pumptracks. In Münchwilen wurde Anfang vergangenen Jahres eine Anlage eröffnet, in Salmsach ist eine weitere in Planung. 2017 tourte das Thurgauer Sportamt mit einem mobilen Pumptrack durch den Kanton, unter anderem in Frauenfeld und in Märwil. (sko)

2017 stellte das kantonale Sportamt in Frauenfeld einen mobilen Pumptrack auf. (Bild: Reto Martin)

2017 stellte das kantonale Sportamt in Frauenfeld einen mobilen Pumptrack auf. (Bild: Reto Martin)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.